Therapie von bösartigen Hauttumoren im Aestheticum Tübingen - Aestheticum

Therapie von bösartigen Hauttumoren im Aestheticum Tübingen

Definition, Entstehung und Beschwerden

Der Begriff Tumor umschreibt ganz allgemein eine Neubildung. Ob es sich hierbei um eine gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Veränderung oder eine Vorstufe (sogenannte Präkanzerose) handelt, wird mit diesem Begriff nicht genauer angegeben. Somit ist beispielsweise auch eine Schwellung bei Bluterguss oder ein Überbein (Ganglion) zunächst als Tumor zu bezeichnen. Ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, ergibt sich aus dem körperlichen, aber vor allem aus dem feingeweblichen (histologischen) Befund durch den Pathologen. Tumoren gibt es an verschiedenen Körperstellen und von unterschiedlichen Geweben (zum Beispiel Muskulatur, Knochen usw.).
Im Folgenden beziehen wir uns ausschließlich auf bösartige Tumoren der Haut. Die Entstehung dieser Hauttumoren hängt fast immer mit einer übermäßigen Belastung der Haut durch ultraviolette Strahlen zusammen. Daneben spielen weitere Lebensumstände und erbliche Faktoren eine Rolle. Neben verschiedenen Vorstufen des Hautkrebses, die zum Teil durch oberflächliche Anwendungen wie zum Beispiel spezielle Salben, tiefreichende Peelings, Lasertherapie, Bestrahlung, photodynamische Therapie, Vereisung, Abschaben (Kürettage) oder Abschleifen (Dermabrasion) behandelt werden können, sind die voll entwickelten Hauttumoren üblicherweise eine Domäne der operativen Behandlung. Weil sich Hautkrebs äußerlich bemerkbar macht, kann er meist bereits in einem frühen Stadium entdeckt und diagnostiziert werden. Dies setzt jedoch den regelmäßigen Besuch beim Hautarzt zur Krebsvorsorge voraus.
Ganz grob können die verschiedenen Hautkrebsarten in den landläufig genannten „weißen“ und „schwarzen“ Hautkrebs unterteilt werden. Beim „weißen“ Hautkrebs kann das Basaliom (Basalzellkarzinom) vom Spinaliom (Spindelzellkarzinom oder Plattenepithelkarzinom) unterschieden werden. Beide wachsen lokal zerstörend, was ab einer gewissen Tiefe (zum Beispiel Muskulatur, Knochen, Nerven) und Lokalisation (zum Beispiel Auge, Nase, Ohr) von großer funktioneller und ästhetischer Bedeutung ist. Der „schwarze“ Hautkrebs wächst deutlich schneller und aggressiver und kann neben der Haut, seltener auch Auge, Finger- oder Zehennägel, Hirn- und Schleimhäute befallen. Im Gegensatz zum „weißen“ Hautkrebs handelt es sich um eine unmittelbar lebensgefährliche Erkrankung. Eine Übersicht über die verschiedenen Hauttumorarten und deren Häufigkeiten in Deutschland ist in Abbildung 1 ersichtlich.

Bei Hauttumoren handelt es sich normalerweise um auf der Hautoberfläche sichtbare meist erhabene und teilweise unscharf begrenzte Veränderungen, welche in gewissen Fällen eine raue verschorfende Oberfläche und Blutungstendenzen aufweisen. Beim malignen Melanom liegt häufig eine deutliche Pigmentierung (Dunkelverfärbung) vor. Die Größenzunahme der Tumoren ist unterschiedlich. Normalerweise wächst insbesondere das Basaliom sehr langsam.

Fakten zur Behandlung bösartiger Tumore

NameEntfernung und ggf. plastische Deckung von Hauttumoren
Behandlungsdauer20-60 Minuten
NarkoseartLokalanästhesie oder Vollnarkose
Klinikaufenthaltambulant /stationär
Gesellschaftsfähig3-14 Tage
Belastbar ab4-6 Wochen
ArbeitsunfähigkeitBüroarbeiter*in ca. 2-5 Tage, Schwerarbeiter*in ca. 3-4 Wochen
NachbehandlungVerband 7 Tage, Fadenzug 6.-10. Tag, 6 Wochen keinen Zug auf die Narbe und Narbenpflege
KostenKostenübernahme über die Krankenkasse

Das Beratungsgespräch

Zu Beginn jeder möglichen Therapie findet ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen statt, verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei der Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken, Alternativen zur Operation und mögliche Operationstechniken in Ihrer persönlichen Situation eingehen, wobei wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Vorstellungen einbeziehen. Es erfolgt die Planung des operativen Vorgehens mit Einbeziehung des notwendigen operativen Sicherheitsabstandes, sofern die genaue histologische Tumorart bekannt ist. Es kann gerade bei kleineren Hautveränderungen an Stellen mit gewissem Weichteilüberschuss die direkte Entfernung der Hautveränderung und der Verschluss des entstandenen Defektes auch ohne vorangegangene Biopsie in einem Eingriff erfolgen, was Ihnen einen zusätzlichen Eingriff erspart (ansonsten erfolgt als erster Eingriff eine Biopsie und als folgender die Tumorentfernung). Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Operation oder Behandlung für Sie die gewünschte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

  • Ggf. Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt, die -ärztin
  • Ggf. Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihre/n Hausarzt/-ärztin
  • Bei einigen Veränderungen sind weitere Untersuchungen (vor allem Ultraschalluntersuchung und Computertomografie) im Vorfeld des Eingriffes notwendig.

Wie läuft die Operation im Aestheticum Tübingen ab?

Je nach Lokalisation und Größe des Hautbefundes sowie dem Wunsch des Patienten/der Patientin erfolgt die mikrochirurgische Entfernung in lokaler Betäubung oder Vollnarkose. Der dadurch entstehende Defekt kann teilweise nicht direkt verschlossen werden, so dass vorübergehend eine Kunsthaut aufgenäht wird, die die Wunde bedeckt bis zum Erhalt des histologischen Ergebnisses vom hierfür spezialisierten Dermatohistopathologen. Teilweise schon am Folgetag dieses Eingriffes erhalten wir im Aestheticum Tübingen von diesem die definitive Nachricht, dass der gesamte Tumor entfernt wurde. Erst mit dieser Sicherheit kann die plastische Deckung des im Rahmen der Tumorentfernung entstandenen Defekts durchgeführt werden. Unter „plastischer Deckung“ werden die zahlreichen operativen Techniken zum Verschluss der entstandenen Haut-Weichteil-Defekte bezeichnet. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Lappenplastiken: Lokale, regionale und freie Lappenplastiken sowie Fernlappenplastiken, welche nur Haut und Unterhaut oder aber zusätzlich Faszie und/oder Muskel einschließen. Außerdem stehen Hauttransplantationen unterschiedlicher Dicke und von unterschiedlichen Körperregionen zur Verfügung. Die Planung einer solchen plastischen Deckung erfolgt individuell in Abhängigkeit von zahlreichen Faktoren, zum Beispiel der Tumorlokalisation und -ausdehnung, Patientenalter sowie Vorerkrankungen, immer im Hinblick auf die sicherste Deckungsmöglichkeit mit den bestmöglichen ästhetischen Ergebnissen durch Orientierung an Hautlinien und Körpereinheiten.

Wichtige Informationen über die Operation im Aestheticum Tübingen

  • Es sollte auf gefäßverengende Substanzen, vor allem Schwarztee, Kaffee, Coca Cola und insbesondere Tabakkonsum konsequent bis zur Einheilung des Lappens verzichtet werden.
  • In der ersten Zeit nach der Operation empfehlen wir die Vermeidung von Schnäuzen, Niesen, Lachen, Grimassieren und Absenken des Kopfes.
  • Beim Schlafen empfiehlt sich in der ersten Woche nach der Operation eine gewisse Oberkörperhochlagerung nach Operationen im Gesichtsbereich.
  • Eine Wundkontrolle erfolgt üblicherweise in unserer Praxis am ersten oder zweiten Tag nach der Operation, danach wird in der Regel die Weiterbehandlung durch den Hausarzt übernommen.
  • Lagern Sie die betroffene Region über Herzhöhe um die Schwellung zu reduzieren.
  • Halten Sie den chirurgischen Schnitt unbedingt sauber und trocken.
  • Der Fadenzug sollte im üblichen um den 7.-10. Tag nach der Operation durchgeführt werden.
  • Ausgedehnte sportliche Betätigung soll für 3-6 Wochen vermieden werden.
  • Das Heben schwerer Lasten über 5 kg sollte für 3-4 Wochen vermieden werden.
  • Sauna sollte für 4 Wochen vermieden werden.
  • Eine gesunde Ernährung und das Nichtrauchen fördern die Heilung.
  • Wir empfehlen zur Hautkrebsnachsorge eine Vorstellung beim Hautarzt 3 Monate nach der plastischen Deckung. Weitere lebenslange Nachsorgetermine in individuell angepassten größeren Abständen werden dort mit Ihnen festgelegt.

Welche Risiken gibt es bei dieser Operation?

Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken einer Narbenkorrektur überschaubar, es kann unter Umständen jedoch zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Blutverlust, Schwellung, Bluterguss, Schmerzen bis zum Funktionsausfall
  • Infektionen
  • Nervenschäden, die zu Schwäche, Lähmung oder Gefühlsverlust führen
  • Der Hauttumor kehrt zurück und muss erneut operiert werden.
  • Allergische Reaktion auf Medikamente
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Lungenentzündung, Blasenentzündungen
  • Ernste medizinische Probleme können zu anhaltenden gesundheitlichen Problemen, verlängertem Krankenhausaufenthalt oder selten sogar zum Tod führen
  • Die durch die Operation entstandenen Narben werden mit der Zeit insbesondere bei guter Narbenpflege durch Cremen und Massieren immer weniger sichtbar, sind jedoch dauerhaft.

Risikofaktoren für Komplikationen

  • ungesunde Ernährung
  • Rauchen
  • Alkoholismus
  • Chronische Krankheit
  • Steroideinsatz (z.B. Kortison)
  • Alter (über 60 Jahre)

Kontakt und Informationsmaterial

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