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Lipödem-OP in Tübingen

Liposuktion zur Behandlung der Lipödem-Erkrankung

Leiden Sie an einem Lipödem? Dann helfen wir Ihnen sehr gerne auf Ihrem Weg zu größtmöglicher Beschwerdefreiheit.
Das Lipödem ist eine unter Frauen weitverbreitete Erkrankung, welche gesellschaftlich jedoch noch immer kaum bekannt ist. Die Betroffenen leiden teils unter starken Beschwerden, sowohl physisch als auch psychisch. Von einem ästhetischen Unwohlsein über Einschränkungen in der Beweglichkeit bis hin zu starken Schmerzen geht die krankhafte Fettverteilungsstörung mit zahlreichen Symptomen einher.

Im Aestheticum Tübingen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, für unsere oft jahrelang leidenden Patientinnen deutliche Linderung bis hin zu vollständiger Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Privatdozent Dr. Lotter und Dr. Braun, Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie, weisen im Bereich der Lipödem-Behandlung & Liposuktion eine jahrelange Erfahrung auf. Gemäß ihrer Spezialisierung wurden alle Informationen auf dieser Seite nach den höchsten medizinischen Standards von ihnen geprüft. Mehr über die Fachärzte erfahren Sie hier!

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Kurzinfo – Auf einen Blick

  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Behandlung
    Liposuktion zur Lipödem-Entfernung
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    Behandlungsdauer
    1,5 – 4 Stunden
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    Narkoseart
    Vollnarkose
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    Klinikaufenthalt
    1–2 Tage
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    Gesellschaftsfähig
    nach ca. 5 Tagen
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    Belastbar ab
    3–6 Wochen
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    Arbeitsunfähigkeit
    1–2 Wochen je nach Beruf
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Nachbehandlung
    Tragen von Kompressionskleidung für 6 Wochen über der abgesaugten Region, Fadenzug nach 7-10 Tagen, Narbenpflege
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Kosten
    ab 7000 Euro, mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei Lipödem Stadium 3
Kurzinfo – Auf einen Blick
Inhalt

    Das Lipödem: Ursachen und Symptome

    Als Lipödem wird eine chronische und voranschreitende Erkrankung des Fettgewebes bezeichnet, welche durch eine deutliche Dysproportion zwischen dem Körperstamm und den Extremitäten gekennzeichnet ist. Das Unterhautfettgewebe der unteren und seltener der oberen Extremitäten ist vermehrt und üblicherweise resistent gegen Diäten und sportliche Betätigung oder gezieltes Training bei oft relativ schlankem Rumpf.

    Zusätzlich kommt es zu einer Schwellungsneigung (Ödeme) und Blutergüssen (Hämatomen) schon nach leichten Prellungen in diesen Bereichen. Charakteristisch ist außerdem eine gesteigerte Druckschmerzhaftigkeit der betroffenen Körperregionen. Nahezu ausschließlich sind Frauen von der Erkrankung betroffen. Der Krankheitsbeginn fällt meistens auf Phasen hormoneller Veränderungen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Klimakterium.

    Beim Lipödem sind die Fettzellen krankhaft verändert. Hinzu kommen pathologische Auffälligkeiten des Bindegewebes, eine Störung der Durchgängigkeit von Kapillaren mit vermehrter Flüssigkeit im Bindegewebe sowie einer erhöhten Verletzlichkeit dieser Kapillaren mit einer auffälligen Neigung zu blauen Flecken (Hämatomen).

    Zunächst reagiert das intakte Lymphgefäßsystem mit einem gesteigerten Lymphtransport auf die vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Bindegewebe. Im Weiteren kann die Gewebsflüssigkeit überwiegend an abhängigen Körperpartien nicht mehr ausreichend abtransportiert werden, so dass es zu Ödemen kommt.

    Bei einem Teil der Patientinnen kann es langfristig zur Ausbildung eines Lipödems mit sekundärem Lymphödem (sog. Lipolymphödem) kommen, einer Einschränkung des Lymphgefäßsystems, Flüssigkeit ausreichend abzutransportieren.

    Lipödem Stadium und Diagnose

    Das Lipödem tritt beidseits an den Beinen und/ oder Armen auf. Dabei ist ein sogenannter Kalibersprung zu den angrenzenden nicht betroffenen und schlankeren Körperregionen typisch. Hände und Füße sind nicht betroffen. Bei fortschreitender Erkrankung können sich zusätzlich lokale Wulstbildungen (sogenannte Wammen) vorwiegend an den Oberschenkel- und Knieinnenseiten bilden. Durch die überschüssigen Weichteile scheuert sich die Haut mechanisch auf, und es können durch feuchte Stellen Entzündungen entstehen. Nicht selten kommt es zudem zu Störungen des Gangbildes mit Achsenfehlstellung der Beine.

    Lipödempatientinnen sind in Ihrer Lebensqualität häufig eingeschränkt durch Schwellungen mit Spannungsgefühl und Druckschmerzhaftigkeit

    • vermehrt bei warmen Temperaturen,
    • nach längerem Stehen oder Sitzen und
    • im Tagesverlauf zunehmend.

    Durch zusätzliche Gewichtszunahme können sich die Beschwerden verstärken. Sportliche Betätigung ist mitunter aufgrund von Schmerzen kaum möglich. Die Erkrankung schreitet chronisch voran, die Entwicklung ist jedoch nicht vorhersehbar und individuell unterschiedlich.

    Die Einteilung erfolgt in drei Stadien sowohl für die Beine als auch die Arme:

    Lipödem Stadium 1

    Glatte Hautoberfläche mit gleichmäßig verdicktem Unterhautfettgewebe.

    Lipödem Stadium 2

    Unebene, wellenartige Hautoberfläche mit knotigen Unregelmäßigkeiten im verdickten Unterhautfettgewebe.

    Lipödem Stadium 3

    Ausgeprägte Umfangsvermehrung der Extremitäten mit überhängenden Gewebeanteilen (sogenannte Wammenbildung).

    Diagnose des Lipödems

    Patientinnen haben häufig eine Odyssee hinter sich, bis sie an der „richtigen“ Adresse für die Diagnostik und Behandlung des Lipödems landen. Mitunter herrscht immer noch die landläufige Meinung vor, man könne die Symptome durch alleinige Gewichtsabnahme beherrschen.
    Die Diagnose eines Lipödems wird durch die Befragung (Anamnese) und Untersuchung der Patientinnen gestellt. Andere Ursachen der ödematösen Schwellungen wie z.B. Erkrankungen der Lymphgefäße oder der Venen sollten ausgeschlossen werden. Hierzu können weitere diagnostische Maßnahmen einschließlich einer Ultraschalluntersuchung notwendig sein.
    Ein häufig zum Einsatz kommende Test ist der sogenannte Kneiftest. Dabei wird mit Daumen und Zeigefinger in das verdickte Gewebe gekniffen und festgestellt, ob bereits bei leichter Druckausübung Schmerzen entstehen.

    Prognose

    Der Krankheitsverlauf lässt sich beim Lipödem nicht vorhersagen. Er wird jedoch maßgeblich von zusätzlich bestehenden Nebenerkrankungen und weiteren Faktoren wie z.B. Adipositas mitbestimmt. Steht die Diagnose eines Lipödems, so ist eine Behandlung unbedingt sinnvoll. Die Beschwerden lassen sich dadurch reduzieren bzw. verschwinden gänzlich und eine dauerhafte starke Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen wird vermieden. Nach heutigen Erkenntnissen ist eine Heilung bei Lipödem nicht möglich. Mit modernen Therapieverfahren lassen sich die Symptome jedoch auch langfristig deutlich lindern.

    Konservative Lipödem-Therapie

    Die Therapie des Lipödems zielt darauf ab, die Symptome wie Schmerzen und Schwellung zu verbessern und im Weiteren das Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern. Dies wird primär durch konservative Maßnahmen wie ketogene Ernährung, die Manuelle Lymphdrainage (MLD) und die Kompressionstherapie versucht. Ursächlich kann das Lipödem nicht therapiert werden.

    Ketogene Ernährung

    Das Lipödem tritt oft in Zusammenhang mit einer Adipositas auf, welche die Symptome zusätzlich verschlechtern kann. Daher ist auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um begleitendes Übergewicht in den Griff zu bekommen. Auch wirken einige Lebensmittel als Trigger für Lipödem-Beschwerden. Von Vorteil ist daher eine ketogene Ernährung: wenig Kohlenhydrate, dafür viel Gemüse und Proteine.

    Manuelle Lymphdrainage

    Bei der manuellen Lymphdrainage wird mit spezieller Massagetechnik gespeichertes Wasser und Lymphflüssigkeit im Körper entstaut und über die Lymphbahnen abtransportiert. Dadurch kann der bei einem Lipödem auftretende Druckschmerz etwas verringert werden. Eine Verringerung des Fettgewebes ist so nicht möglich.

    Kompressions-Versorgung

    Ähnlich wie die Lymphdrainage wirkt auch Kompressionskleidung gezielten Druck auf das Gewebe aus und verringert damit Schmerzen in den Extremitäten und Wassereinlagerungen. Ebenfalls wird hierbei nur auf die Linderung der Beschwerden abgezielt, eine langfristige Reduzierung des Lipödems erfolgt nicht.

    Liposuktion – die Lipödem-OP

    Zur dauerhaften Reduktion des krankhaften Unterhautfettgewebes an Beinen und Armen wird die Fettabsaugung (Liposuktion) eingesetzt. Sie ist insbesondere dann angezeigt, wenn trotz konsequent durchgeführter konservativer Therapie die Beschwerden weiterhin bestehen bzw. wenn die Erkrankung voranschreitet.

    Im Aestheticum Tübingen verwenden wir die sogenannte Tumeszenz-Technik, welche durch die Infiltration größerer Flüssigkeitsmengen die Absaugung deutlich gewebeschonender und sehr viel sicherer macht. Die zusätzliche Anwendung vibrierender Absaugkanülen (Vibrations-assistierte Liposuktion) bzw. eines Wasserstrahls, welcher das Fettgewebe schonend „auswäscht“ (Wasserstrahl-assistierte Liposuktion = WAL, Body-Jet®), wird das Risiko für die Beeinträchtigung von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen auf ein Minimum reduziert und führt zu geringeren postoperativen Schmerzen, weniger Schwellung und insgesamt schnellerem Heilungsverlauf. Wir achten zudem besonders darauf, dass die Absaugung entlang des Lymphgefäßverlaufes der Extremitäten erfolgt, damit diese Gefäße maximal geschont werden.

    Die Liposuktion dauert in der Regel je nach Vorbefund und gewünschtem Ergebnis ein bis vier Stunden.
    Unsere Ärzte im Aestheticum Tübingen besitzen langjährige Erfahrung in der Therapie von Lipödempatientinnen. Wir nehmen Sie und Ihre Beschwerden ernst und erarbeiten mit Ihnen ein auf Sie abgestimmtes und nachhaltiges Behandlungskonzept.

    Die richtige Nachsorge nach der Fettabsaugung

    Im Anschluss an die Liposuktion des Lipödems bleiben unsere Patientinnen je nach Aufwand der OP etwa 1–2 Tage zur stationären Beobachtung in unserer Klinik. Beachten Sie auch darüber hinaus, sich körperlich zu schonen und keine anstrengenden Tätigkeiten auszuführen. Duschen können Sie in der Regel bereits ab dem 2. Tag nach dem Eingriff. Die Kompressionskleidung sollten Sie für mindestens 6 Wochen Tag und Nacht tragen. Außerdem ist postoperativ eine manuelle Lymphdrainage empfehlenswert.

    Mit welchem Ergebnis ist nach der Lipödem-Entfernung zu rechnen?

    Der Eingriff führt normalerweise zu wesentlichen Verbesserungen der Schmerzen, der Schwellungen und der Bildung von Hämatomen. Auch die mechanisch bedingten Hautirritationen sowie ein gestörtes Gangbild können dadurch deutlich verringert werden. Die konservative Therapie kann somit häufig deutlich reduziert oder sogar abgeschlossen werden.
    Hinzu kommt eine vermehrte Mobilität, öffnet Möglichkeiten für mehr Bewegung und Sport, führt zu gesteigertem Selbstbewusstsein und somit insgesamt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.

    Hautstraffung

    Wir bieten Ihnen im Aestheticum Tübingen die Möglichkeit einer kombinierten Hautstraffung. So kann nach Entnahme des Fettgewebes eine direkte Straffung mit der Argon-Plasma-Technologie erfolgen, ohne einen weiteren Eingriff vornehmen zu müssen.

    Zudem wenden wir im Rahmen der Fettabsaugung auch eine chirurgische Hautstraffung an, beispielsweise, um bei einer Bauchdeckenstraffung die Bauchdecke und Flanken oder bei der Oberschenkelstraffung die Beine zu harmonisieren und das Ergebnis zu perfektionieren.

    Kosten der Lipödem-OP

    Die Kosten der Lipödem-OP im Aestheticum Tübingen richten sich stark nach dem Umfang der Behandlung bzw. dem Stadium der Lipödem-Erkrankung und den zu behandelnden Arealen. In der Regel beginnen die Kosten bei ungefähr 7000 €.

    Die Geschichte der Lipödem-Erkrankung

    Erstmalig wurde das Krankheitsbild 1940 durch die Mediziner Allen und Hines beschrieben, weshalb das Lipödem auch heute noch Allen-Hines-Syndrom genannt wird. Die Ursache für das Lipödem ist noch weitgehend unbekannt, es wird jedoch von einer vererblichen Komponente mit familiärer Häufung in bis zu 60% ausgegangen. Schätzungen zufolge sind 8 bis 10 Prozent aller Frauen in Deutschland von der Erkrankung betroffen.

    Kontakt und Informationsmaterial

    Sie haben Fragen, möchten detailliertes Infomaterial bestellen oder wünschen ein unverbindliches Angebot? Kontaktieren Sie uns gerne für ein persönliches und unverbindliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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    Häufig gestellte Fragen zum Lipödem

    Was ist ein Lipödem?

    Das Lipödem ist eine krankhafte Fettverteilungsstörung an Ober- und Unterschenkeln sowie im Hüftbereich, die mit Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und (ästhetischem) Unwohlsein einhergehen kann.

    Welcher Arzt bei Lipödem?

    Die Entfernung eines Lipödems sollte ausschließlich durch Mediziner, welche Erfahrungen in diesem Bereich aufweisen, vorgenommen werden. Bei unerfahrenen Ärzten kann es beispielsweise sein, dass diese zu wenig erkranktes Fettgewebe absaugen und das Lipödem sich zurückbildet.

    Was tun bei Lipödem?

    Die Beschwerden durch ein Lipödem können mit konservativer Therapie lediglich gemildert, aber nicht vollständig zum Verschwinden gebracht werden. Wirklich aussagekräftige Ergebnisse erzielt bislang nur die operative Entfernung der erkrankten Fettzellen.

    Welcher Sport bei Lipödem?

    Bei fortgeschrittener Lipödem-Erkrankungen sind viele Sportarten aufgrund von Beschwerden kaum bis gar nicht möglich. Trotzdem sollte auf sportliche Betätigung geachtet werden. Positiv wirken sich besonders Wassersportarten wie Wassergymnastik aus.