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Sehnenscheiden­verengung in Tübingen

Schnappfinger-Behandlung in Tübingen

Eine der häufigsten Funktionsstörungen an der Hand ist der „Schnappfinger“, medizinisch Tendovaginosis stenosans. Es kommt dabei zu einem schmerzlosen oder schmerzhaften Schnappen des betroffenen Fingers oder des Daumens beim Bewegen. Der Grund hierfür liegt in einer Behinderung des Sehnengleitens der Beugesehnen (Sehnenscheidenverengung). Die Sehnen werden durch umgreifende Bänder, die Ringbänder, an die Fingerknochen herangezogen, damit sie beim Bewegen in engem Kontakt zum Knochen bleiben.

Unsere Fachärzte für Plastische und Ästhetische stellen in einem kleinen Eingriff – der Ringbandspaltung – die Funktionsfähigkeit der Hand wieder her und sorgen für Bekämpfung bestehender Schmerzen.

Erfahren Sie alles rund um die Behandlung einer Sehnenscheidenverengung im Folgenden sowie im persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch mit unseren Fachärzten.

Kurzinfo – Auf einen Blick

  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Behandlung
    Ringbandspaltung
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Behandlungsdauer
    15-45 Minuten
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Narkoseart
    Lokalanästhesie, Plexusanästhesie oder Vollnarkose
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    Klinikaufenthalt
    Ambulant
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    Gesellschaftsfähig
    Nach 1 Tag
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    Belastbar ab
    3-4 Wochen
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    Arbeitsunfähigkeit
    3-5 Tage (Bürotätigkeiten) 3-4 Wochen (Schwerarbeiten)
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    Nachbehandlung
    Regelmäßige, selbstständige Übungen, ggf. Handtherapie
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    Kosten
    Als Privatklinik wird die Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse nicht unterstützt, eine Übernahme durch den privaten Krankenversicherer ist möglich
Kurzinfo – Auf einen Blick
Inhalt

    Was ist ein Schnappfinger und wie entsteht er?

    Bei der Sehnenscheidenverengung findet sich eine Verdickung der Sehne oder des Sehnengleitgewebes, die das Gleiten der Sehne innerhalb des Ringbandkanals behindert. Zudem sind die Ringbänder oft derb verdickt, sodass der Platz zum Gleiten noch enger wird. Der Sehnenknoten bleibt zunächst an dem Ringband hängen, rutscht schließlich ruckartig darunter durch. Der Ausdruck „Schnappfinger“ beschreibt bildhaft dieses Phänomen. Dieses Schnappphänomen tritt jedoch nicht unbedingt zu Beginn der Erkrankung auf. Zunächst können Schmerzen und Schwellung oder Morgensteifigkeit der Finger im Vordergrund stehen. Im weiteren Verlauf kann es auch zu einer ständigen Einklemmung des Fingers in Beugestellung kommen, die nur mehr passiv überwunden werden kann.

    Am häufigsten sind Daumen, Mittel- und Ringfinger betroffen. Von mehreren Ring- und Kreuzbändern am beugeseitigen Finger ist meistens das A1 Ringband nahe des Grundgelenkes betroffen. Häufig sind auch mehrere Finger involviert oder es finden sich zusätzliche Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom und die Tendovaginitis de Quervain (Sehnenentzündung). Besteht die Einengung über einen längeren Zeitraum, kann sich durch die Schonhaltung des Fingers eine Einschränkung der Streckung in den Fingergelenken einstellen. Besonders betroffen ist das Mittelgelenk. Dieses Streckdefizit kann schwer zu beheben sein. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern kann diese Erkrankung schon auftreten. Hierbei ist die lange Daumenbeugesehne am Daumen schon angeboren derartig verdickt, dass das Daumenendglied nicht gestreckt werden kann, sodass eine permanente Beugestellung des Daumens auffällt.

    Welche Ursachen und Symptome hat eine Sehnenscheiden­verengung?

    Der „Schnappfinger“ wird durch eine Entzündung des Tenosynoviums, der Sehnenschleimhaut, verursacht. Das Tenosynovium ist das Gleitgewebe, das die Schutzhülle um die Sehne im Finger darstellt. Dieses Gleitgewebe ermöglicht es der Sehne, beim Biegen oder Richten des Fingers sanft in der Hülle zu gleiten. Bei einer Entzündung kann die Sehne nicht gleiten, was dazu führt, dass der Finger in einer gebeugten Position unter einem Ringband „blockiert“ und dann plötzlich und ruckartig der Finger in die gestreckte Position schnappt.

    Ursachen für den „Schnappfinger“ können folgende sein:

    Wiederholte Bewegung

    Personen, die schwere, sich wiederholende Hand- und Handgelenkbewegungen mit langem Griff bei der Arbeit oder beim Spielen ausführen, gelten als stark gefährdet für die Entwicklung des „Schnappfingers“.

    Gesundheitszustand

    Bedingungen, die mit der Entwicklung des „Schnappfingers“ verbunden sind, sind Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), rheumatoide Arthritis, Diabetes und bestimmte Infektionen wie Tuberkulose.

    Geschlecht

    Der „Schnappfinger“ tritt bei Frauen häufiger als bei Männern auf.

    Die Symptome einer Sehnenscheidenverengung können sich in folgender Weise zeigen:

    • Der gebogene Finger springt plötzlich heraus und kommt in die Streckstellung.
    • Die Fingerbewegung erzeugt ein „Ploppen“/“Klick-“ Geräusch oder eine Missempfindung.
    • Der Finger fühlt sich steif, geschwollen und wund an.
    • Der Finger wird zunehmend in die Hohlhand gebogen, da er nicht mehr gerade gehalten werden kann.
    • Die Symptome sind am Morgen schlimmer.

    Diagnosestellung im Aestheticum Tübingen

    Hand- und Handgelenksbeschwerden sollten von einem Spezialisten für eine korrekte Diagnose und Behandlung bewertet werden. Die Diagnose des „Schnappfingers“ erfolgt anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung.

    Anfangs besteht nur eine Streckbehinderung von wechselnder Intensität. Später wird die aktive Streckung der Finger im Grundgelenk, weniger häufig im Mittelgelenk, gebremst, da die Beugesehne mitsamt verdicktem Sehnenbegleitgewebe bei Streckung durch das Ringband gezwängt werden muss. Daher ergeben sich auch die häufig paradox erscheinenden Schmerzen streckseitig, obwohl die Erkrankung per se beugeseitig befindlich ist. Besonders störend sind die Beschwerden meist morgens nach dem Aufwachen, wenn alle Finger gestreckt werden.

    Bei der Untersuchung findet man beugeseitig auf dem Mittelhandköpfchen einen mit der Beugung verschiebbaren Knoten, der druckschmerzhaft ist. Nicht immer lässt sich das „Schnappen“ provozieren.

    Das Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen

    Vor einer Behandlung der Sehnenscheidenverengung findet obligatorisch ein ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch in unserer Klinik statt, verbunden mit einer genauen Untersuchung der Hand. Hier – aber auch noch im späteren Verlauf – erhalten Sie Gelegenheit, Ihre Fragen umfassend zu klären.

    Unsere Fachärzte gehen auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken, Alternativen zur Operation und mögliche Operationstechniken in Ihrer persönlichen Situation ein. Sind wir gemeinsam mit Ihnen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Ringbandspaltung für Sie die gewünschte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

    Übernahme der Kosten durch die Krankenversicherung

    Da wir eine Privatklinik sind, übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht die Kosten der bei uns durchgeführten handchirurgischen Behandlungen. In einigen Fällen kann durch besonderes Bestreben unserer Patient*innen eine Kostenübernahme erfolgen. Dies müssten Sie direkt mit Ihrer zuständigen Krankenkasse abklären.

    Eine Kostenübernahme durch die Privaten Krankenversicherungen ist bei medizinisch- indizierten Eingriffen prinzipiell möglich.

    Konservative Behandlungsoptionen eines Schnappfingers

    Ihr behandelnder Chirurg wird Ihnen konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Behandlung der Symptome des Zeigefingers empfehlen. Die Behandlungsoptionen variieren je nach Schweregrad der Erkrankung.

    Mögliche konservative Behandlungen sind unter anderem:

    • Behandlung aller medizinischen Grunderkrankungen, die das Problem verursachen, wie Diabetes oder Arthritis
    • Schonen Sie die Hand für 2-4 Wochen oder mehr, indem Sie wiederholte Greifvorgänge vermeiden. Vermeiden Sie insbesondere Aktivitäten, die dazu neigen, die Symptome zu verursachen.
    • Kräftigungs- und Dehnungsübungen der betroffenen Finger
    • Handtherapie sowie Massage, Wärme, Eis und Übungen zur Verbesserung der Fingerbeweglichkeit
    • Kühlung über dem betroffenen Finger kann die Symptome lindern: Eis auf ein Handtuch auftragen für 5-15 Minuten, 3-4x täglich
    • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAID’s) können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern (z.B. Ibuprofen, Voltaren etc.).
    • Steroid-Injektionen in den betroffenen Finger können helfen, die chronische Entzündung und somit die Ursache zu beheben.
    • PRP bedeutet „platelet-rich plasma“ oder „plättchenreiches Plasma“. Nach Entnahme einer kleinen Menge Blut aus einer Armvene wird dieses aufbereitet und an die Stelle der Entzündung eingespritzt. Dadurch kommt es zur Entzündungshemmung und körpereigenen Regenerationseffekt. Es werden zunächst 3 Anwendungen im Abstand von 6 Wochen empfohlen.

    Bestehen die Beschwerden erst kurzfristig, kann eine spontane Besserung abgewartet werden. Bei allen störenden und schmerzhafte Ringbandstenosen oder Einklemmungen sollte eine Operation durchgeführt werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte ebenfalls eine Spaltung des Ringbandes vorgenommen werden.

    Welche Vorbereitungen müssen vor einer operativen Ringbandspaltung erfolgen?

    Wir bereiten Sie optimal auf Ihre Schnappfinger-OP vor. Dazu führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit Ihnen. Ebenfalls erfolgt vor dem Eingriff ein Gespräch mit dem Narkosearzt bzw. der Narkoseärztin. Gegebenenfalls sollte eine Blutentnahme und EKG- Untersuchung durch Ihren Hausarzt erfolgen.

    Wie läuft die Ringbandspaltung im Aestheticum Tübingen ab?

    Die Operation wird nach den entsprechenden Vorbereitungen in Lokalanästhesie oder Vollnarkose ambulant durchgeführt. Ihr behandelnder Chirurg macht einen kleinen, etwa zentimeterlangen Schnitt an der betroffenen Fingergegend. Er löst dann den engen Teil der Beugesehne. Der Schnitt wird dann mit ein paar Nähten verschlossen und mit einem sterilen Verband abgedeckt.

    Nach einer kurzen Erholungspause in unserem Aufwachraum können Sie sich von Ihrer Kontaktperson abholen lassen.

    Die richtige Nachsorge nach einer Schnappfinger-OP

    Für eine zügige und risikoarme Wundheilung ist die richtige Nachsorge nach der Operation essenziell. Dazu zählen folgende Maßnahmen:

    Schonung

    Lagern Sie den betroffenen Arm über Herzhöhe, um die Schwellung zu reduzieren. Führen Sie mehrfach täglich aktive und passive Bewegungsübungen (5-10 Minuten/Tag) mit voller Fingerstreckung und Beugung durch, um ein Vernarben der Sehne zu vermeiden.
    Gekühlte Gelkissen sollten verwendet werden, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern.

    Pflege

    Halten Sie den chirurgischen Schnitt unbedingt sauber und trocken, decken Sie den Bereich beim Baden oder Duschen mit einer Tüte ab. Der Verband wird in der Regel erst nach einer Woche entfernt und durch ein Pflaster ersetzt. Nach dem Entfernen des Verbandes wird die volle Bewegung des Fingers gefördert.

    Der Fadenzug sollte üblicherweise um den 12.-14. Tag nach der Operation durchgeführt werden.

    Ernährung und Einschränkungen

    Ernähren Sie sich nach der Behandlung ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke. Verzichten Sie mindestens 6 Wochen vor und nach der Sehnenscheidenverengung auf Nikotin- und Alkoholkonsum. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um zum einen Ihre Operationsrisiken zu reduzieren und zum anderen die Regeneration und das postoperative Ergebnis zu optimieren.

    Weiterhin sind ausgedehnte sportliche Betätigung, Sauna-Besuche und das Heben schwerer Lasten über 5kg für mindestens 4 Wochen zu vermeiden.

    Nachsorge und Kontrollen

    Wund- und Nachkontrollen erfolgen in regelmäßiger Abfolge nach der Operation, zunächst nach 1 bis 2 Tagen. Anschließend wird die Weiterbehandlung in der Regel durch den Hausarzt oder Unfallchirurg/Orthopäde übernommen. Der Fadenzug wird üblicherweise um den 14. Tag nach der Operation erfolgen.

    Vereinbaren Sie Ihre Termine zur Nachuntersuchung wie empfohlen, und halten Sie sich bitte an die vereinbarten Termine.

    Welche Risiken und Komplikationen gibt es bei dieser Operation?

    Wie bei jeder Operation gibt es auch hier potenzielle Risiken. Die Entscheidung, die Ringbandspaltung durchzuführen, wird getroffen, weil die Vorteile der Operation die möglichen Nachteile überwiegen. Es ist wichtig, dass Sie vor der Operation über diese Risiken informiert werden.

    Faktoren, die ein erhöhtes OP-Risiko beinhalten, sind beispielsweise:

    • Ungesunde Ernährung
    • Rauchen
    • Alkoholismus
    • Chronische Krankheit
    • Hochdosierter Steroideinsatz (z.B. Kortison)
    • Alter (über 60 Jahre)

    Komplikationen können sich auf die körperliche Gesundheit auswirken oder speziell die Hand betreffen. Zu den medizinischen Komplikationen gehören die Anästhesie und das allgemeine Wohlbefinden. Fast jede Krankheit kann auftreten, sodass diese Liste nicht vollständig ist:

    • Blutverlust, Schwellung, Bluterguss, Schmerzen, bis zum Funktionsausfall der Hand
    • Infektionen
    • Nervenschäden, die zu Schwäche, Lähmung oder Gefühlsverlust im Handbereich führen
    • Steifigkeit des Fingers
    • Der „Schnappfingers“ kehrt zurück, wenn die Hülle nicht ausreichend gelöst ist
    • Allergische Reaktion auf Medikamente
    • Komplikationen durch Nervenblockaden wie Infektionen oder Nervenschäden

    Die Einhaltung der empfohlenen Nachsorge begünstigt eine risikoarme Behandlung.

    Wie ist die Prognose für ein dauerhaftes Ergebnis?

    Die Ergebnisse einer Schnappfinger-OP sind sehr gut. Bestanden nicht schon vor der Operation Bewegungseinschränkungen, wird die uneingeschränkte und
    freie Fingerbeweglichkeit wieder erreicht. Bestand z.B. bereits ein durch Schonhaltung bedingtes Streckdefizit im Mittelgelenk, ist dieses manchmal jedoch nicht mehr vollständig zu beheben.

    Kontakt und Informationsmaterial

    Sie haben Fragen, möchten detailliertes Infomaterial bestellen oder wünschen ein unverbindliches Angebot zur Behandlung einer Sehnenscheidenverengung? Kontaktieren Sie uns einfach per Telefon oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns, Sie zu einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen zu begrüßen.

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