Operation des Ganglion - Aestheticum

Operation des Ganglion

Definition

Bei einem sogenannten „Überbein“, medizinisch genannt Ganglion (Synonym: synoviale Zyste), handelt es sich um höckerartige Ausbuchtungen. Unter dieser Höckerbildung der Haut findet sich in den allermeisten Fällen ein gutartiges, neu gewachsenes Weichteilgebilde. In seltenen Fällen kann es sich auch um knöcherne Ausstülpungen (carpe bossu) handeln, in diesem Falle spricht man nicht von einem Ganglion.
Die Entstehungsorte sind vielfältig. Ausgehend von den Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden können sich diese Ganglien, meist im Bereich des Handgelenks, streck- und beugeseitig der Handwurzel, und aller Fingergelenke hervorstülpen. Sie entstehen, wenn auch seltener, im Bereich der Beugeseite der Finger, wenn es sich um Sehnenscheiden oder Ringbandganglien handelt.
Da es sich um sackartige Ausstülpungen in Verbindung zu einem Hohlraum handelt, der mit flüssigkeitsproduzierender Schleimhaut (Synovia) ausgekleidet ist, sind diese meist mit zäher Flüssigkeit gefüllt und stellen sich durchaus in wechselnder Größe dar, können gar auch platzen. In diesem Falle entleert sich die Flüssigkeit unter die Haut und der Sack verklebt. Es kommt in der Folge häufig zur erneuten Auffüllung dieser Gebilde. Drücken sie auf darüber hinwegziehende Nerven, können sie Schmerzen oder Taubheitsgefühle hervorrufen. Bei Größenzunahme behindern sie häufig Bewegungsabläufe.

Fakten zum Ganglion

NameGanglionentfernung
Behandlungsdauer45-60 Minuten
NarkoseartPlexusanästhesie oder Vollnarkose
Klinikaufenthaltambulant
Gesellschaftsfähig1 Tag
Belastbar ab4-6 Wochen
ArbeitsunfähigkeitBüroarbeiter ca. 3-5 Tage, Schwerarbeiter ca. 3-4 Wochen
Nachbehandlungregelmäßiges Üben durch den Patienten selbst, gelegentlich Schiene für 1-2 Wochen
KostenKostenübernahme durch die Krankenkasse

Symptome

  • Lokalisierte Schwellung
  • Schmerzen

Ursachen

Das Ganglion wird durch eine Schwachstelle der Gelenkschleimhaut verursacht Dies kann, durch ein Trauma oder eine andere anlagebedingte Erkrankung hervorgerufen werden. Die Ursachen für das Ganglion können folgende sein:

  • Wiederholte Bewegungen oder Verletzungen
  • Gesundheitszustand: Bedingungen, die mit der Entwicklung des Ganglions verbunden sind, sind: Reizzustände, rheumatoide Arthritis, Diabetes und Arthrose
  • Geschlecht: Das Ganglion kommt bei Frauen häufiger als bei Männern vor.

Diagnosestellung im Aestheticum Tübingen

Hand- und Handgelenkbeschwerden sollten von einem Spezialisten für eine korrekte Diagnose und Behandlung bewertet werden. Die Diagnose des Ganglions erfolgt anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung, oft wird dies durch eine Sonographie oder eine Kernspintomographie (MRT) ergänzt. Wesentliches klinisches Symptom ist die gut abgrenzbare Schwellung, die sich sehr schnell oder aber auch langsam über Wochen entwickeln kann. Die Geschwulst ist prall elastisch. Abhängig von Größe und Lokalisation können kosmetische Beeinträchtigungen, Schmerzen und Funktionsstörungen auftreten. Neben der sicht- und fühlbaren Schwellung lässt sich sonographisch häufig ein mit Flüssigkeit gefüllter oder ein mehrkammriger Hohlraum nachweisen, wobei die apparative Diagnostik meist verzichtbar ist. Ggf. kann zusätzlich eine Röntgenaufnahme erforderlich sein, um eine knöcherne Beteiligung auszuschließen.

Konservative Behandlungsoptionen

Ihr behandelnder Chirurg wird Ihnen konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Behandlung des Ganglions empfehlen. Die Behandlungsoptionen variieren je nach Schweregrad der Erkrankung.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten können sein:

  • Behandlung aller medizinischer Grunderkrankungen, die das Problem verursachen, wie Diabetes oder Arthritis.
  • Schonen Sie die Hand, manchmal kann eine Ruhigstellung hilfreich sein.
  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAID’s) können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern (z.B. Ibuprofen, Voltaren etc.).
  • Eine Punktion oder das manuelle Zerdrücken wurden früher oft durchgeführt, haben aber eine sehr hohe Rezidivrate und werden deshalb nicht mehr empfohlen.

Bestehen die Beschwerden erst kurzfristig, kann eine spontane Besserung abgewartet werden. Sind Ganglien nicht störend, müssen sie nicht unbedingt entfernt werden. Sollten sie jedoch Schmerzen bereiten, Zeichen einer Nervenkompression bieten, die Funktion oder Durchblutung behindern, so ist eine Entfernung angezeigt.

Das Beratungsgespräch

Zu Beginn jeder möglichen Therapie findet ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen statt, verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei denen Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken, Alternativen zur Operation und mögliche Operationstechniken in Ihrer persönlichen Situation eingehen, wobei wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Vorstellungen einbeziehen. Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Entfernung des Ganglions für Sie die wünschenswerte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

  • Gespräch und Aufklärung durch den/die Narkosearzt/-ärztin
  • ggf. Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihren Hausarzt, die -ärztin.

Wie läuft die Entfernung des Ganglions im Aestheticum Tübingen ab?

Die Operation wird nach den entsprechenden Vorbereitungen in einem Operationssaal in Lokalanästhesie, Leitungsanästhesie oder Vollnarkose ambulant durchgeführt. Ihr Chirurg im Aestheticum Tübingen macht einen kleinen Schnitt über dem Ganglion. Durch einen Hautschnitt gelangt man zur Aufstülpung und kann diese bis zu Ihrem Ursprung an Sehne oder Gelenk verfolgen und sie derart entfernen, dass ein erneutes Auftreten weniger wahrscheinlich ist. Danach wird die Wunde mir einer feinen Naht wieder verschlossen und ein Verband angelegt. Nach einer kurzen Erholungspause in unserem Aufwachraum, können Sie sich von Ihrer Kontaktperson abholen lassen.
In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, nach der Operation für einige Tage eine Gipsschiene zu tragen, insbesondere wenn das Ganglion aus größeren Gelenken entspringt. Eine längere Schonung ist jedoch nicht erforderlich.
Nur durch die chirurgische Entfernung und die anschließende pathologische mikroskopische Aufarbeitung des Gewebes lässt es sich sicher feststellen, ob es sich um ein Ganglion handelt.

Wichtige Informationen über die Ganglion-Operation im Aestheticum Tübingen

Wundkontrolle erfolgt üblicherweise in unserer Praxis am ersten oder zweiten Tag nach der Operation, danach wird in der Regel die Weiterbehandlung durch den Hausarzt, die -ärztin übernommen.

  • Lagern Sie den betroffenen Arm über Herzhöhe, um die Schwellung zu reduzieren.
  • Führen Sie mehrfach täglich aktive und passive Bewegungsübungen (5-10 Minuten/Tag) mit voller Fingerstreckung und Beugung durch, um ein Vernarben der Sehnen zu vermeiden.
  • Gekühlte Gelkissen sollten verwendet werden, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern.
  • Halten Sie den chirurgischen Schnitt unbedingt sauber und trocken. Decken Sie den Bereich beim Baden oder Duschen mit einer Tüte ab.
  • Bei größeren Operationen muss gelegentlich eine Schiene getragen werden.
  • Der Verband wird in der Regel erst nach einer Woche entfernt und durch ein Pflaster ersetzt.
  • Nach dem Entfernen des Verbandes und der Schiene wird die volle Bewegung der Hand gefördert.
  • Der Fadenzug sollte im üblichen um den 12.-14. Tag nach der Operation durchgeführt werden.
  • Ausgedehnte sportliche Betätigung soll für 3-6 Wochen vermieden werden.
  • Sauna und das Heben schwerer Lasten über 5 kg sollten für 3-4 Wochen vermieden werden.
  • Eine gesunde Ernährung und das Nichtrauchen fördern die Heilung.

Risiken und Komplikationen

Wie bei jeder Operation gibt es auch hier potentielle Risiken. Die Entscheidung, die Operation durchzuführen, wird getroffen, weil die Vorteile der Operation die möglichen Nachteile überwiegen. Es ist wichtig, dass Sie vor der Operation über diese Risiken informiert werden.
Komplikationen können sich auf die körperliche Gesundheit auswirken oder speziell die Hand betreffen. Fast jede Krankheit kann auftreten, so dass diese Liste nicht vollständig ist:

  • Blutverlust, Schwellung, Bluterguss, Schmerzen, bis zum Funktionsausfall der Hand
  • Infektionen
  • Nervenschäden, die zu Schwäche, Lähmung oder Gefühlsverlust im Handbereich führen
  • Steifigkeit des Fingers
  • Das Ganglion kehrt zurück, wenn sich eine erneute Schwachstelle bildet.
  • Allergische Reaktion auf Medikamente
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Lungenentzündung, Blasenentzündungen
  • Komplikationen durch Nervenblockaden wie Infektionen oder Nervenschäden
  • Ernste medizinische Probleme können zu anhaltenden gesundheitlichen Problemen, verlängertem Krankenhausaufenthalt oder selten sogar zum Tod führen.

Risikofaktoren für Komplikationen

  • ungesunde Ernährung
  • Rauchen
  • Alkoholismus
  • Chronische Krankheit
  • Steroideinsatz (z.B. Kortison)
  • Alter (über 60 Jahre)

Prognose

Die Ergebnisse sind oft gut. Leider kommt es jedoch häufig zu einem Wiederauftreten der Erkrankung. Die Rezidivquote nach nicht operativen Behandlungsmaßnahmen liegt bei 30-40%. Rezidive sind bei der operativen Ganglionentfernung in bis zu 20% der Fälle möglich.
Im Üblichen ist die Hand nach ca. 4-6 Wochen jedoch wieder normal belastbar.

Kontakt und Informationsmaterial

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