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Gynäkomastie-Behandlung in Tübingen

Gynäkomastie-Behandlung in Tübingen

Als Gynäkomastie (aus dem Altgriechischen von gynē = Frau und mastos = Brust) wird ein gutartiges Wachstum mit Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann bezeichnet. Die Erkrankung kann ein- oder beidseitig auftreten. Überproportional große männliche Brüste können neben Überempfindlichkeit, Spannungsgefühl und Schmerzen zu Unsicherheiten im sozialen Umfeld und der Partnerschaft führen.

Bei der plastisch-chirurgischen Operation der Gynäkomastie wird die männliche Brustdrüse entfernt. Die angleichende Fettabsaugung (Liposuktion) zur Harmonisierung der Brustregion im Bereich des großen Pektoralismuskels ist essentieller Bestandteil der Gynäkomastie-OP.

Erfahren Sie alles rund um die Gynäkomastie-Behandlung im Folgenden sowie in einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch mit unseren Fachärzten.

Kurzinfo – Auf einen Blick

  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Behandlung
    Operation der Gynäkomastie / Entfernung der Brustdrüse und/oder Fettabsaugung
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Behandlungsdauer
    45 Minuten - 2 Stunden
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Narkoseart
    Lokalanästhesie oder Vollnarkose
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Klinikaufenthalt
    Ambulant
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Gesellschaftsfähig
    2-5 Tage
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Belastbar ab
    6 Wochen
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Arbeitsunfähigkeit
    1-2 Wochen je nach Beruf
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Nachbehandlung
    Verband 14 Tage, Fadenzug nach 12-14 Tage, 6 Wochen keine Belastung und Tragen des Kompressionsbodys
  • Kurzinfo – Auf einen Blick
    Kosten
    4.000-6.500 €, abhängig vom Umfang der Behandlung (als Privatklinik wird die Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse nicht unterstützt, eine Übernahme durch den privaten Krankenversicherer ist möglich)
Kurzinfo – Auf einen Blick
Inhalt

    Wodurch wird eine Gynäkomastie hervorgerufen?

    Von der Gynäkomastie ist die Pseudogynäkomastie abzugrenzen, die bei starkem Übergewicht allein durch die vermehrte Bildung von Fettgewebe im Brustbereich entsteht, ohne dass die Brustdrüse an sich vergrößert ist.

    Die Gynäkomastie kann durch ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtshormonen Testosteron und Östrogen hervorgerufen werden. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen lässt das Brustgewebe wachsen. Während alle Männer gewisse Mengen Östrogen produzieren, haben sie in der Regel einen viel höheren Spiegel an männlichem Geschlechtshormon (Testosteron), der das Brustwachstum verhindert. Wenn sich der Hormonhaushalt im Körper verändert, kann dies dazu führen, dass die Brüste eines Mannes wachsen. Klassische Lebensphasen hierfür sind die Pubertät (schwankender Hormonspiegel) und höheres Alter (Abnahme von Testosteron).

    Des Weiteren kann eine Gynäkomastie durch starkes Übergewicht (erhöhte Empfindlichkeit der Fettzellen gegenüber Östrogen), bestimmte Medikamente, Anabolika, Cannabis- und erhöhten Alkoholkonsum zustande kommen. Sehr seltene Ursachen sind genetische Erkrankungen und hormonproduzierende Tumore.

    Für wen ist eine Gynäkomastie-Operation sinnvoll und möglich?

    Wenn Sie durch die Größe und Form Ihrer Brustregion gestört werden und/oder unter Überempfindlichkeit mit ziehenden Schmerzen leiden, kann eine Operation sinnvoll sein, um diese Körperregion zu harmonisieren, auf Ihre gesamte Körperform anzupassen und Beschwerdefreiheit zu erreichen. Zunächst sollte jedoch durch eine interdisziplinäre Abklärung Ursachenforschung für die Gynäkomastie erfolgen.

    Als Privatklinik werden die bei uns durchgeführten Behandlungen in der Regel nicht durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen. In seltenen Fällen kann durch besonderes Bestreben der Patienten eine Behandlung durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen werden, dies muss jedoch eigenständig geklärt werden.
    Eine Übernahme durch die private Krankenkasse ist bei medizinisch-indizierten Eingriffen prinzipiell möglich.

    Beratungstermin vereinbaren

    Vorbereitung auf die Gynäkomastie-Behandlung

    In einem ersten Beratungsgespräch stellen wir die Möglichkeiten Ihrer Gynäkomastie-Behandlung fest und klären alle wichtigen Fragen, die Sie in der Entscheidung für oder gegen eine Operation unterstützen. Wenn Sie sich für eine Behandlung durch unsere Fachärzte entscheiden, beginnen wir mit der ausführlichen OP-Planung und Aufklärung.

    Zur Vorbereitung sind folgende Punkte wichtig:

    • Weiteres Vorbereitungsgespräch vor der Operation
    • Körperliche Untersuchung und Ausmessung der Brust, Fotodokumentation
    • Erfassung Ihres gesundheitlichen Zustandes, Ihrer Vorerkrankungen und Einschätzung möglicher Risikofaktoren
    • Abschätzung des Ausmaßes des zu entfernenden (Drüsen-)Gewebes
    • Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt
    • Anpassung eines Kompressionsmieders für die Brustregion/Oberkörper
    • Gegebenenfalls Abschluss einer Folgekostenversicherung

    Darüber hinaus empfehlen wir eine Ultraschalluntersuchung der Brustregion sowie die Vorstellung beim Urologen mit Kontrolle der Bluthormonspiegel und einer Hodenuntersuchung, um die Ursache der Gynäkomastie abzuklären.

    Wie läuft die Gynäkomastie-Operation ab?

    Eine Gynäkomastie-Operation dauert in der Regel 45 Minuten bis 2 Stunden. Wir führen vor der Brustdrüsenentfernung üblicherweise eine Fettabsaugung in der Brustregion durch, um die Brustdrüse aus dem Gewebeverbund zu lösen. Dadurch kann schonender und blutarm operiert und die Brustregion harmonisiert werden. Über einen kleinen halbmondförmigen Hautschnitt am Unterrand des Warzenhofes wird die nun gelöste Brustdrüse entfernt.

    Je nach Hautüberschuss kann es notwendig sein, den Hautmantel zu straffen und den Warzenhof zu verkleinern, was über einen zirkulären Schnitt um den Warzenhof erfolgt. Oft ist es jedoch auch möglich, einen Schnitt zu vermeiden. Die Durchblutung der Brustwarze ist hierbei oberstes Ziel.
    Nach den Hautnähten an den Zugängen sowie Pflasterverbänden wird das zur Operation mitgebrachte Kompressionsmieder schon im Operationssaal angezogen.

    Die richtige Nachsorge nach der Behandlung einer Gynäkomastie

    Die Gynäkomastie behandeln wir für gewöhnlich in einem ambulanten Verfahren, sodass Patienten noch am Behandlungstag nach Hause zurückkehren können. Sie sollten sich jedoch von jemandem abholen und nach Möglichkeit in den ersten Tagen bei alltäglichen Aufgaben unterstützen lassen.

    In der ersten Zeit nach der Operation sollten Sie sich ausruhen und körperlich schonen. Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke.

    Darüber hinaus beachten Sie folgende Nachsorge:

    Schonung

    Für etwa eine Woche sollten Sie auf eine angehobene Oberkörperhaltung sowohl beim Stehen als auch Sitzen und Liegen beachten. Insbesondere beim Schlafen empfehlen wir eine Hochlagerung von 30 Grad. Vermeiden Sie für Sie ziehende oder schmerzhafte Bewegungen.

    Pflege der operierten Brust

    Das regelmäßige Kühlen der Brust (jedoch nicht der Brustwarzen) mit Kühlpads für 10 Minuten unterstützt die Wundheilung. Achten Sie darauf, den Verband stets sauber und trocken zu halten. Ab dem 3.-5. Tag nach der Gynäkomastie-OP ist es dann wieder möglich, zu duschen.

    Im weiteren Verlauf wird die Narbenpflege essenziell. Nach drei Wochen können Sie leichte Narbenmassagen, Taping zur Entlastung der Narbe oder Narbenpflaster anwenden. Besonders wichtig ist zudem ein konsequenter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor 50+) für mindestens 6 Monate, um ein Verfärben der Narben zu vermeiden.

    Tragen Sie die auf Sie angepasste Kompressionsbekleidung für mindestens 6 Wochen Tag und Nacht, im Weiteren noch nachts und bei Belastung bis zu 12 Wochen nach dem Eingriff.

    Ernährung und Einschränkungen

    Ernähren Sie sich nach der Behandlung ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke. Verzichten Sie mindestens 6 Wochen vor und nach der Gynäkomastie-Operation auf Nikotin- und Alkoholkonsum. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um zum einen Ihre Operationsrisiken zu reduzieren und zum anderen die Regeneration und das postoperative Ergebnis zu optimieren.

    Sportliche Betätigung, Sauna, Sonnenbaden, starkes Schwitzen und das Heben schwerer Lasten sollten für 6 Wochen nach der operativen Behandlung der Brust vermieden werden. In dieser Zeit sollten Sie darüber hinaus keine Flugreisen unternehmen.

    Nachsorge und Kontrollen

    Wund- und Nachkontrollen erfolgen in regelmäßiger Abfolge nach der Operation normalerweise nach 1 und 2 Wochen. Weitere Kontrollen erfolgen schließlich nach 6 Wochen sowie 3, 6 und 12 Monate nach der Operation.

    Vereinbaren Sie Ihre Termine zur Nachuntersuchung mit Ihrem Plastischen Chirurgen wie empfohlen, und halten Sie sich bitte an die vereinbarten Termine.

    Welche Risiken gibt es bei dieser Operation?

    Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken einer Operation der Gynäkomastie überschaubar.

    In seltenen Fällen können jedoch folgende Komplikationen auftreten:

    • Schwellungen, Nachblutungen, größeren Blutergüssen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen
    • überschießendes Narbengewebe (weshalb eine sorgfältige Narbenpflege mit Massage der Wundregion erfolgen sollte)
    • vorübergehende Verminderung oder Vermehrung der Sensibilität der Brustwarzen
    • geringe Asymmetrie zwischen beiden Seiten (kann ggf. korrigiert werden)

    Wie bei jedem ästhetisch motiviertem Eingriff besteht das Risiko, dass dieser nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, so dass in der Folge ein Korrektureingriff helfen kann.

    Darüber hinaus bestehen die üblichen allgemeinen Risiken einer Operation.

    Gibt es eine Garantie, dass das Ergebnis nach einer Gynäkomastie-Operation dauerhaft hält?

    Während der Gynäkomastie-Operation werden das Drüsengewebe sowie das Fettgewebe größtenteils entfernt, sodass auch in Zukunft die Brust nicht wieder wachsen sollte.

    Ein kleiner Drüsenrest verbleibt an der Unterseite der Brustwarze, da diese sonst aufgrund der geringeren Gewebedicke nicht genügend durchblutet würde. Von diesem Drüsenrest ausgehend kann es in sehr seltenen Fällen zu einem erneuten Brustwachstum kommen. Sollte ein solcher Fall eintreten, kann nach ausreichender Abwägung die Brust erneut verkleinert werden.

    Mehr Sicherheit durch eine Folgekostenversicherung

    Liebe Patienten,

    die Gynäkomastie-Behandlung stellt ein risikoarmes Verfahren dar. Trotzdem können in seltenen Fällen Folgebehandlungen oder Korrekturoperationen notwendig werden.

    Wenn sich ein Patient eine Krankheit bzw. einen ästhetischen Makel durch eine medizinisch nicht indizierte Behandlung oder Leistung zugezogen hat, kann die zuständige Krankenkasse den Patienten in angemessener Höhe an den Kosten beteiligen.

    Dies bedeutet, dass Sie als Versicherter die Kosten einer ggf. notwendig werdenden Folgebehandlung, Korrekturoperation oder Behandlungen einer Komplikation aufgrund der durchgeführten Gynäkomastie-Operation komplett oder teilweise selbst tragen müssen.

    Damit Ihnen hieraus keine finanziellen Nachteile entstehen, besteht für Sie die Möglichkeit, eine Folgekostenversicherung für Ihre Behandlung abzuschließen.

    Hierüber werden Sie bei einem Beratungstermin gerne ausführlich informiert.

    Kontakt und Informationsmaterial

    Sie haben Fragen, möchten detailliertes Infomaterial bestellen oder wünschen ein unverbindliches Angebot zu Ihrer Gynäkomastie-Behandlung? Kontaktieren Sie uns gerne über das nachfolgende Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

    Haben Sie Fragen?
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    +49 7071 960470