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Therapie von gutartigen Tumoren von Haut und Unterhaut im Aestheticum Tübingen

Definition, Entstehung und Beschwerden

Der Begriff Tumor umschreibt allgemein eine Neubildung. Ob es sich hierbei um eine gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Veränderung oder eine Vorstufe (sogenannte Präkanzerose) handelt, wird mit diesem Begriff nicht genauer angegeben. Somit ist beispielsweise auch eine Schwellung bei Bluterguss oder ein Überbein (Ganglion) zunächst als Tumor zu bezeichnen. Ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, ergibt sich aus dem klinischen, aber vor allem aus dem feingeweblichen (histologischen) Befund durch den Pathologen. Tumore gibt es an verschiedenen Körperstellen und von unterschiedlichen Geweben (zum Beispiel Muskulatur, Knochen usw.).
Im Folgenden beziehen wir uns ausschließlich auf gutartige Tumoren der Haut und Unterhaut. Grob (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) können diese in folgende Tumorarten unterteilt werden:

Tumoren der Haut:

  • Nävus (Muttermal): Sammelbezeichnung für umschriebene, Haut- oder Schleimhautfehlbildungen, die häufig von Melanozyten ausgehen. Die häufigsten davon sind die bräunlich eingefärbten Nävi der pigmentbildenden Zellen (Pigmentnävi) mit weiteren Untergruppierungen, zum Beispiel der Spindelzellnävus oder der melanozytäre Nävus.
  • Vulgäre Warze (Verruca vulgaris): Durch Viren ausgelöste Verdickung und Vermehrung der oberflächlichen Hautschicht (Epidermis)
  • Seborrhoische Warze (Seborrhoische Keratose=Alterswarze): Hell- bis dunkelbrauner oder schwarzer, breitbasiger Tumor
  • Granuloma pyogenicum: Gutartiger granulomatöser Tumor, der nach infizierter Verletzung meist im Gesicht oder an den Händen als oft runde verhärtete Struktur entsteht
  • Xanthelasmen: gelbliche Plaques, die durch Cholesterinablagerungen in der Ober- und Unterlidhaut entstehen
  • Hämangiom/Venöse Malformation: Angeborene Fehlbildungen des Gefäßsystems, die sich mitunter spontan zurückbilden können

Tumoren der Unterhaut:

  • Atherom: Haselnuss- bis apfelgroßer zystischer Tumor der Unterhaut. Die Zyste beinhaltet Talg und Hautzellen. Atherome treten vor allem an der behaarten Kopfhaut, im Gesicht, am Nacken sowie an Bauch und Brustwand auf.
  • Lipom: Normalerweise weiche gut verschiebbare Fettgewebsgeschwulst des Unterhautfettgewebes, die von einer Kapsel umgeben ist.
  • Fibrom: Gutartiger gefäßreicher Tumor des Bindegewebes, der sich an jeder Stelle des Körpers bilden kann und langsam wächst.
  • Neurom: Der von Nerven ausgehende Tumor enthält Nervenzellen, Nervenfasern und Bindegewebe. Neurome entstehen beispielsweise nach Nervenverletzungen, etwa bei Amputationen.
  • Neuro-Fibrom: Der Tumor geht vom Stützgewebe des peripheren Nervensystems (Schwann-Zellen) aus.
  • Akanthom: Tumor, der von einer oberflächlichen Hautschicht ausgeht und z.B. in Form des Keratoakanthoms aufgrund seines ähnlichen Aussehens mit dem Plattenepithelkarzinom verwechselt werden kann.
  • Bei Hauttumoren handelt es sich normalerweise um auf der Hautoberfläche sichtbare, meist erhabene Veränderungen, welche in gewissen Fällen eine raue Oberfläche, Haarwachstum und Blutungstendenzen aufweisen. Tumoren des Unterhautgewebes fallen meistens durch ihre Tastbarkeit auf und stören an Körperstellen, welche mechanisch belastet werden, zum Beispiel durch Aufliegen des Unterarmes. Ab einer gewissen Größe oder auch an Stellen mit dünner Haut und wenig Unterhautgewebe sind diese Veränderungen teilweise auch gut sichtbar. Die Größenzunahme der Tumoren ist unterschiedlich. Normalerweise wachsen sie eher langsam. Die Ursachen für die Entstehung sind sehr unterschiedlich. Diese reichen von einer Virusinfektion (z.B. Warzen) über Fettablagerungsstörungen (z. B. Xanthelasmen) und genetische Veranlagung (z. B. seborrhoische Keratosen) bis hin zu Umwelteinflüssen (z. B. durch Sonnenlicht).

    Fakten zur Behandlung von gutartigen Tumoren

    NameEntfernung und ggf. plastische Deckung von Hauttumoren
    Behandlungsdauer20-60 Minuten
    NarkoseartLokalanästhesie oder Vollnarkose
    Klinikaufenthaltambulant /stationär
    Gesellschaftsfähig3-14 Tage
    Belastbar ab4-6 Wochen
    ArbeitsunfähigkeitBüroarbeiter*in ca. 1-5 Tage, Schwerarbeiter*in für ca. 1-4 Wochen
    NachbehandlungVerband 7 Tage, Fadenzug 6.-10. Tag, 6 Wochen keinen Zug auf die Narbe und Narbenpflege
    Kosten200€-800€, ggf. Kostenübernahme über die Krankenkasse

    Das Beratungsgespräch

    Zu Beginn jeder möglichen Therapie findet ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen statt, verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei der Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken, Alternativen zur Operation und mögliche Operationstechniken in Ihrer persönlichen Situation eingehen. Selbstverständlich ist die Einbeziehung Ihrer Wünsche und Vorstellungen. Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Behandlung gewünscht ist und welche Art der Therapie für Sie die richtige darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

    Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

    • Ggf. Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt, -ärztin
    • Ggf. Fotodokumentation
    • Ggf. Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihren Hausarzt.
    • Bei einigen Veränderungen sind weitere Untersuchungen (vor allem Ultraschalluntersuchung und Computertomografie) im Vorfeld des Eingriffes notwendig.

    Wie läuft die Operation im Aestheticum Tübingen ab?

    Je nach Lokalisation und Größe des Hautbefundes sowie dem Wunsch des Patienten/der Patientin erfolgt die mikrochirurgische Entfernung in lokaler Betäubung oder Vollnarkose. Der dadurch entstehende Weichteildefekt kann teilweise nicht direkt verschlossen werden, so dass „die plastische Deckung“ des im Rahmen der Tumorentfernung entstandenen Defekts durchgeführt werden muss. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Lappenplastiken: Lokale, regionale und freie Lappenplastiken sowie Fernlappenplastiken, welche nur Haut und Unterhaut oder aber zusätzlich Faszie und/oder Muskel einschließen. Außerdem stehen Hauttransplantationen in unterschiedlicher Dicke und von unterschiedlichen Körperregionen zur Verfügung. Die Planung einer solchen plastischen Deckung erfolgt individuell in Abhängigkeit von zahlreichen Faktoren, zum Beispiel der Tumorlokalisation und -ausdehnung, Patientenalter sowie dessen Vorerkrankungen, immer im Hinblick auf die sicherste Deckungsmöglichkeit mit den bestmöglichen ästhetischen Ergebnissen durch Orientierung an Hautlinien und Körpereinheiten.

    Wichtige Informationen über die Tumor-Operation im Aestheticum Tübingen

  • Es sollte auf gefäßverengende Substanzen, vor allem Schwarztee, Kaffee, Coca Cola und insbesondere Tabakkonsum konsequent bis zur Einheilung des Lappens verzichtet werden.
  • In der ersten Zeit nach der Operation empfehlen wir die Vermeidung von Schnäuzen, Niesen, Lachen, Grimassieren und Absenken des Kopfes.
  • Beim Schlafen empfiehlt sich in der ersten Woche nach dem Eingriff eine Oberkörperhochlagerung nach Operationen im Gesichtsbereich.
  • Wundkontrollen erfolgen am ersten oder zweiten Tag nach der Operation, danach wird in der Regel die Weiterbehandlung durch den Hausarzt übernommen.
  • Lagern Sie die betroffene Region über Herzhöhe um die Schwellung zu reduzieren.
  • Halten Sie den chirurgischen Schnitt unbedingt sauber und trocken.
  • Der Fadenzug sollte im üblichen um den 7.-10. Tag nach der Operation durchgeführt werden.
  • Ausgedehnte sportliche Betätigung soll für 3-6 Wochen vermieden werden.
  • Das Heben schwerer Lasten über 5 kg sollte für 3-4 Wochen vermieden werden.
  • Sauna sollte für 4 Wochen vermieden werden.
  • Eine gesunde Ernährung und das Nichtrauchen fördern die Heilung.
  • Wir empfehlen zur Nachsorge eine Vorstellung beim Hautarzt 3 Monate nach der plastischen Deckung. Weitere Nachsorgetermine in individuell angepassten größeren Abständen werden dort mit Ihnen festgelegt.
  • Welche Risiken gibt es bei dieser Operation?

    Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken einer Narbenkorrektur überschaubar, es kann unter Umständen jedoch zu folgenden Komplikationen kommen:

    • Blutverlust, Schwellung, Bluterguss, Schmerzen bis zum Funktionsausfall
    • Infektionen
    • Nervenschäden, die zu Schwäche, Lähmung oder Gefühlsverlust führen
    • Der Hauttumor kehrt zurück und muss erneut operiert werden
    • Allergische Reaktion auf Medikamente
    • Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Lungenentzündung, Blasenentzündungen
    • Ernste medizinische Probleme können zu anhaltenden gesundheitlichen Problemen, verlängertem Krankenhausaufenthalt oder selten sogar zum Tod führen.
    • Die durch die Operation entstandenen Narben werden mit der Zeit insbesondere bei guter Narbenpflege durch Cremen und Massieren immer weniger sichtbar, sind jedoch dauerhaft.

    Risikofaktoren für Komplikationen

    • ungesunde Ernährung
    • Rauchen
    • Alkoholismus
    • Chronische Krankheit
    • Steroideinsatz (z.B. Kortison)
    • Alter (über 60 Jahre)

    Kontakt und Informationsmaterial

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