Narbentherapie und Narbenkorrekturen - Aestheticum

Narbentherapie und Narbenkorrekturen

Narbentherapie und Narbenkorrekturen sind plastisch-chirurgische Maßnahmen zur Verbesserung der Beschaffenheit, Funktion und des Aussehens von Narben an sämtlichen Körperstellen. Im Aetheticum Tübingen erfolgt die Behandlung verschiedener Arten von Narben einschließlich Brandnarben, Keloiden, hypertrophen Narben, chirurgischen Narben und Narbenkontrakturen sowie den seltenen Narbenkarzinomen. Die ältesten Narbentherapien gehen zurück auf den indischen Chirurgen Sushruta im 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus. Auch für die alten chinesischen, koreanischen, ägyptischen und afrikanischen Heiler waren meistens im Rahmen von Kämpfen und Kriegen entstandene Wunden mit nachfolgender Narbenbildung ein großes Anliegen und zentrales Thema der Heilkunde. Ayurvedische Heilpflanzen dienten damals als wichtigste Heilmittel von Wunden, wie Banyan, Vilfa stellate, Indischer Krapp und Aloe Vera. Der griechische Arzt und Chirurg Hippokrates, bekannt als Vater der Medizin, goss Essig auf Wunden, um sie zu befeuchten, gefolgt von Wundauflagen, um die Narbenbildung zu optimieren. Plinio verwendete Mineralien wie Blei und Silber, während Galen Gewürzsalben ausprobierte. Durch die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter im Aestheticum Tübingen kann die Narbentherapie je nach Ausprägung und Schweregrad sowohl durch konservative als auch operative Maßnahmen (Narbenkorrektur) erfolgen. Folgende therapeutische Maßnahmen kommen nach einem ersten Beratungsgespräch mit Abstimmung auf Ihre individuellen Bedürfnisse durch die beiden Plastischen Chirurgen im Aestheticum Tübingen zur Anwendung:

  • Silikon-Gel-Platten: Diese können helfen, hypertrophe Narben, Keloide und aktive noch nicht „fertige“ Narben zu verbessern. Sie werden über einen längeren Zeitraum auf die Narbe gelegt und üblicherweise 24 Stunden am Tag getragen.
  • Kortison-Injektionen: Steroide (Kortisonpräparate) werden verwendet, um die Aktivität von hypertrophen Narben und Keloiden zu reduzieren. Steroide werden normalerweise direkt in das Narbengewebe injiziert. Der Vorgang kann in mehrwöchigen Abständen in limitierter Anzahl wiederholt werden.
  • Medical Needling: Bei diesen Behandlungsverfahren dienen kleinste Mikroverletzungen der Haut dazu, eine Zunahme der Hautdicke und eine Neuproduktion von Gefäßen und körpereigenem Kollagen im behandelten Gebiet zu erreichen. Zu diesem Zweck verwendet man sogenannte Dermaroller, die mit zahlreichen spitzen Nadeln überzogen sind. Die Methode führt nach teilweise mehrfacher Anwendung zu einer dauerhaften Verbesserung des Erscheinungsbildes der Narben. Dunkelverfärbungen der Haut sind hier seltener zu beobachten als bei anderen Narbenkorrekturverfahren wie Narbenabschleifung oder Laserbehandlung (siehe unten).
  • Hyaluronsäure-Injektionen: Hyaluronsäure als natürlicher Bestandteil des Bindegewebes wird injiziert, um Bereiche mit eingezogenen Narben zu füllen. Zweck ist es, Unebenheiten aufzufüllen, um das Narbenbild zu verbessern. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, jedoch zeitlich limitiert. Der Vorgang kann wiederholt werden.
  • Eigenfetttransplantation (Lipofilling): Ähnlich wie bei der Hyaluronsäure-Injektion wird bei der Eigenfetttransplantation das körpereigene Fett dazu verwendet, um eine eingezogene Narbenregion aufzufüllen oder vor einer Narbenentfernung das darunterliegende Gewebe zu unterfüttern. Wie bei der Kollageninjektion sind die Ergebnisse sofort sichtbar, verändern sich jedoch noch im weiteren Verlauf. Diese Behandlungsart erfordert häufig mehrere Anwendungen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, ist jedoch nachhaltig mit dauerhaftem Effekt.
  • Narbenabschleifung (Dermabrasion): Bei diesem Therapieverfahren wird die oberste Hautschicht samt Narbe mit einem schnell rotierenden Schleifkopf entfernt, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist.
  • Gewebeexpansion: Ein „Ballon“ (Gewebeexpander) wird unter die normale an die Narbe angrenzende Nachbarhaut gelegt. Dieser „Ballon“ wird mit steriler Kochsalzlösung in mehreren Sitzungen alle 2 bis 4 Wochen aufgefüllt, um die normale Haut über einen längeren Zeitraum zu dehnen. Nachdem die Haut ausreichend gedehnt worden ist, wird die Narbe operativ entfernt und die gedehnte nun überschüssige gesunde Haut dazu verwendet, den früheren Narbendefekt zu verschließen.
  • Hauttransplantation: Eine dünne Hautschicht wird von einem gesunden und möglichst wenig sichtbaren Teil des Körpers entnommen und in die Narbenregion transplantiert. Hauttransplantate erscheinen in Bezug auf Farbe oder Dicke möglicherweise nicht identisch mit der umgebenden Haut, bieten jedoch insbesondere bei funktionell beeinträchtigenden Narben die Möglichkeit, die Funktion der Körperregion, zum Beispiel über Gelenken, wiederherzustellen.
  • Lappenplastiken (Z-Plastiken und W-Plastiken): Lokale Lappenplastiken stehen zur Verfügung, um Narben aufzulösen, indem gesundes Gewebe mit normaler Gewebedicke in die Narbenregion einzuschwenken, insbesondere wenn die Funktion einer Körperregion stark beeinträchtigt ist oder die Narbe starken und teilweise schmerzhaften Zug verursacht.

Fakten zur Narbenkorrektur

NameNarbenexzision bzw. Narbenkorrektur
Behandlungsdauer30-60 Minuten je nach Ausprägungsgrad
NarkoseartLokalanästhesie oder Vollnarkose
Klinikaufenthaltambulant
Gesellschaftsfähig2-7 Tage
Belastbar ab6 Wochen
Arbeitsunfähigkeit1-2 Wochen je nach Beruf
NachbehandlungVerband 14 Tage, Fadenzug 12.-14. Tag, 6 Wochen keinen Zug auf die Narbe und Narbenpflege
Kostenab 150 € bis 3.500 €, ggf. mehrere Sitzungen nötig /ggf. Kostenübernahme über die Krankenkasse

Für wen ist eine Narbentherapie/Narbenkorrektur sinnvoll und möglich?

Wenn Sie unter störenden und/oder funktionell beeinträchtigenden Narben leiden, dann ist eine Narbentherapie/Narbenkorrektur eine geeignete Methode zur Verbesserung von Aussehen und Funktion. Je nach Ausprägung und Entwicklungsstadium der Narben kommen unterschiedliche Therapiemaßnahmen zur Anwendung, die wir mit Ihnen detailliert besprechen werden, um einen Therapieplan zu erstellen.

Das Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen

Zu Beginn jeder möglichen Therapie findet ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen statt, verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei der Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Wir führen eine Fotodokumentation zur gemeinsamen Analyse Ihrer Narben durch und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen strukturierten Behandlungsplan, wobei wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Vorstellungen einbeziehen. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken, Alternativen zur Operation und mögliche Operationstechniken in Ihrer persönlichen Situation eingehen. Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Narbentherapie bzw. Narbenkorrektur für Sie die gewünschte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

  • OP-Planung und eine sehr ausführliche Aufklärung
  • Fotodokumentation
  • Gegebenenfalls Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt, -ärztin
  • Gegebenenfalls Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihren Hausarzt
  • Bei einigen Veränderungen sind weitere Untersuchungen (vor allem Ultraschalluntersuchung und Computertomografie) im Vorfeld des Eingriffes notwendig.
  • Gegebenenfalls Anpassung eines Narbenkompressionswäsche im Sanitätshaus
  • Gegebenenfalls Abschluss einer Folgekostenversicherung

Wie läuft eine Narbenkorrektur im Aestheticum Tübingen ab?

Je nach geplantem Therapieverfahren (siehe oben) handelt es sich um eine konservative Narbentherapie oder eine operative Narbenkorrektur. Im Falle einer Operation kommen im weiteren Heilungsverlauf häufig konservative Narbentherapiemaßnahmen – wie oben aufgeführt – zur Anwendung, um einer erneuten übermäßigen bzw. unschönen Narbenbildung vorzubeugen.

Wichtige Informationen über die Narbenkorrektur im Aestheticum Tübingen

  • Duschen ist normalerweise wieder ab dem 3.-5. Tag nach der Operation möglich.
  • Organisieren Sie jemanden, der Sie nach der Operation abholt und bei den alltäglichen Aufgaben wie Kochen, Einkaufen und Wäsche waschen unterstützt.
  • Kühlen Sie die Wunde mit Kühlpads für einige Tage regelmäßig für 10 Minuten und machen dazwischen längere Pausen.
  • Denken Sie daran, dass es einfacher ist, Schmerzen zu vermeiden, als sie zu behandeln, wenn sie sich bereits entwickelt haben. Ruhen Sie sich einige Tage nach der Operation aus, schonen Sie sich körperlich und vermeiden Sie Belastungen.
  • Halten Sie den Verband sauber und trocken, um die Wundheilung zu fördern.
  • Eine angepasste Narbenkompressionswäsche sollte für mindestens 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden, im Weiteren noch nachts und bei Belastung bis zu 12 Wochen nach dem Eingriff.
  • Wundkontrollen erfolgen in regelmäßiger Abfolge nach der Operation.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke.
  • Wenn Sie rauchen, sollten Sie dies mindestens 6 Wochen vor der Operation aufgeben oder deutlich reduzieren, um Ihre Operationsrisiken zu reduzieren und Ihre Regeneration und das postoperative Ergebnis zu verbessern.
  • Sportliche Betätigung, Sauna, Sonnenbaden, starkes Schwitzen und das Heben schwerer Lasten sollten für 6 Wochen absolut vermieden werden.
  • Narbenpflege (Narbenmassage, Taping zur Entlastung der Narbe, Sonnenschutz und Narbenpflaster) ab der 3. postoperativen Woche, verhilft zu unscheinbaren Narben.
  • Konsequenter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor 50+) sollte für mindestens 6 Monate bis zum Abblassen der Narben berücksichtigt werden, um eine Verfärbung der Narben zu vermeiden.

Welche Risiken gibt es bei einer Narbenkorrektur?

Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken einer Narbenkorrektur überschaubar, es kann unter Umständen jedoch zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Selten kann es zu Schwellungen, Nachblutungen, größeren Blutergüssen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet kommen.
  • Selten kann es zu einer Bildung von überschießendem Narbengewebe kommen, weshalb eine sorgfältige Narbenpflege mit Massieren der Wundregion erfolgen sollte.
  • Selten kann nach der Operation die Sensibilität der Narbenregion vermindert oder vermehrt sein, was sich jedoch üblicherweise im weiteren Behandlungsverlauf verliert oder zumindest deutlich verbessert.
  • Die Narben entwickeln sich sehr individuell, so dass eine erneute nicht zufrieden stellende Narbensituation gelegentlich möglich ist.
  • Wie bei jedem ästhetisch motiviertem Eingriff besteht das Risiko, dass dieser nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, so dass in der Folge ein Korrektureingriff helfen kann.
  • Darüber hinaus bestehen die üblichen allgemeinen Risiken einer Operation.

Gibt es eine Garantie, dass das Ergebnis der Narbentherapie/Narbenkorrektur zu einer dauerhaft schönen Narbe führt?

Normalerweise kann davon ausgegangen werden, dass Narbenbild und Funktion verbessert werden und die Maßnahmen zu einem nachhaltigen Ergebnis führen. Sie selbst können ein gutes Operationsergebnis maßgeblich durch intensive Mitarbeit in der Nachbehandlung (z.B. Narbenmassage, Feuchthalten der Narbe usw.) positiv beeinflussen. Je nach individueller Hautbeschaffenheit, Verhalten (z.B. Rauchen) und Sonnenexposition kann sich die Narbe im Laufe der Zeit jedoch weiter verändern. Sollte dies eintreten, kann eine Narbentherapie/Narbenkorrektur im Aestheticum Tübingen erneut erfolgen.

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