Facelift (Gesichststraffung) - Aestheticum

Facelift (Gesichststraffung)

Die erste operative Gesichtsstraffung wurde 1901 von Eugen Holländer in Berlin durchgeführt. Weitere in Fachkreisen bekannte Namen dieser Pionierphase sind der Niederländer Johannes Esser und der Brite Harold Gillies. Bis in die 1970er Jahre wurden diese Straffungsoperationen durchgeführt, indem man an der Haut des Gesichts zog und die überstehenden Anteile entfernte. 1968 führte Tord Skoog ein Konzept der tieferen Präparation ein, wobei letztlich eine tiefere Faszienschicht zur Straffung gespannt wird, anstatt nur die Haut zu straffen. Dieses Konzept führte zu deutlich natürlicheren und langlebigeren Ergebnissen. Hilfreich waren dabei wegweisende anatomische Studien des Gesichtes der beiden Chirurgen Mitz und Peyronie. Daraufhin entwickelte sich das Konzept der Straffung, dieser tieferen Faszienschicht, dem sogenannten oberflächlichen muskulären aponeurotischen Systems (SMAS) schnell zur Standard-Face-Lifting-Technik. Ab den 1990er Jahren kam es zu einem Umbruch hin zur Minimierung von Narben und der Wiederherstellung des durch den Alterungsprozess verlorengegangenen Gesichtsvolumens im Unterhautgewebsbereich.
Die Gesichtsstraffung, im Fachausdruck „Facelift“ oder „Rhytidektomie“ genannt, ist ein operatives plastisch-chirurgisches Verfahren, das darauf abzielt, das Aussehen des Gesichts zu verjüngen. Diese Verbesserung wird durch eine Straffung von Gesichtshaut, Muskulatur und, falls erforderlich, durch die Entfernung oder Injektion von Fettgewebe erreicht. Das Ausmaß der erreichbaren Verbesserung ist von Patient zu Patient unterschiedlich und wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel der Hautbeschaffenheit, Sonnenschäden und der zugrundeliegende Knochenform.
Der Hautschnitt, der im Haaransatz oder dahinter an den Schläfen beginnt, setzt sich an der Vorderseite des Ohres fort, um in Höhe des Ohrläppchens nach hinten umzuschlagen, wo er wieder nach oben zieht, um schließlich entlang der Haarlinie im Nackenbereich zu enden. Die Narben werden dadurch sehr gut versteckt.
Von diesen Schnitten aus wird die Haut angehoben und schonend vom darunter liegenden Gewebe gelöst, ohne wichtige tiefer gelegene Strukturen einer Verletzungsgefahr auszusetzen. Das subkutane Bindegewebe („Faszie“ auch SMAS) wird nach oben und hinten gestrafft und unter Zug vernäht. All dies geschieht im Aestheticum Tübingen unter der Haut, so dass diese mit nur minimaler Spannung auf die Muskeln gelegt werden kann. Dadurch werden die Operationswunden nicht übermäßig belastet und können narbenarm verheilen. Überschüssige Haut wird entfernt und die Schnitte werden mit sehr dünnen Nähten verschlossen. Am Ende des Eingriffs wird ein weicher Kompressionsverband angelegt, um die Wunde zu schützen und Ödembildung (Schwellung) unter Kontrolle zu halten. Dies wird manchmal unterstützt durch ein spezielles vor der Operation angepasstes Kopfmieder.
Die erfahrenen Tübingen Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter im Aestheticum Tübingen führen den Eingriff bei Bedarf auch kombiniert mit anderen Gesichtsoperationen (zum Beispiel einer Eigenfetttransplantation oder einer Lidstraffung) im Rahmen ein- und derselben Operation durch.

Fakten zum Facelifting

NameGesichtsstraffung / Facelift
Behandlungsdauer4 bis 6 Stunden
NarkoseartVollnarkose
Klinikaufenthalt1-2 Tage
Gesellschaftsfähig1-3 Wochen
Belastbar ab6 Wochen
Arbeitsunfähigkeit2-4 Wochen je nach Beruf
NachbehandlungVerband 3-7 Tage, Fadenzug 7-14 Tage, 6 Wochen keine Belastung, Narbenpflege
Kostenca. 6.000-12.000 € abhängig vom Aufwand

Für wen ist eine Gesichtsstraffung sinnvoll und möglich?

Bei einer Gesichtsstraffung können unter Anwendung verschiedener Techniken und in
Abhängigkeit von der Ausprägung des Befundes und der Lokalisation im Gesichtsbereich
folgendes verbessert werden:

  • Überschüssige Haut an herab hängenden Gesichtspartien, vor allem im Wangenbereich
  • Faltenbildung oder Absinken der ästhetischen und natürlichen Kontur des Gesichts
  • Konturierung der Unterkieferlinie („Hamsterbäckchen“)
  • Straffung des Halses bei Faltenbildung und sogenannten Platysmasträngen

Treffen ein oder mehrere der oben genannten Gesichtspunkte zu, kann eine Gesichtsstraffung indiziert sein.

Das Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen

Zu Beginn jeder möglichen Therapie findet ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen statt verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei der Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Wir führen eine Fotodokumentation zur gemeinsamen Analyse der Gesichtsmerkmale durch und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen strukturierten Behandlungsplan, wobei wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Vorstellungen einbeziehen. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken und Alternativen des Facelifts in Ihrer persönlichen Situation eingehen. Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Gesichtsstraffung für Sie die gewünschte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

  • Nach dem ersten Beratungsgespräch ist ein weiteres Vorbereitungsgespräch vor der
    Operation üblich.
  • Körperliche Untersuchung
  • Erfassung des Gesundheitszustandes, der Vorerkrankungen und Einschätzung
    möglicher Risikofaktoren
  • Abschätzung des Ausmasses des zu entfernenden Gewebes
  • OP-Planung und eine ausführliche Aufklärung
  • Fotodokumentation
  • Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt
  • Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihren Hausarzt
  • Ggf. Abschluss einer Folgekostenversicherung

Wie läuft ein Facelift im Aestheticum Tübingen ab?

Eine Gesichtsstraffung dauert in der Regel 4 bis 6 Stunden je nach Schwere des Befundes und der Durchführung zusätzlicher Maßnahmen (siehe oben). Nach einer desinfizierenden Haarwäsche am Operationstag werden die Tübinger Ärzte die Hautschnitte durch akribisches Anzeichnen festlegen. Zentrale Aspekte des Eingriffes sind je nach Lokalisation:
Entfernung von Fettgewebe bzw. Repositionierung des Fettgewebes an die ursprünglichen Stellen und Entfernung von überschüssiger Haut. Die teilweise selbstauflösenden Hautnähte werden zusätzlich durch spezielle Pflasterverbände fixiert. Direkt im Anschluss an den Eingriff wird die schon während der Operation begonnene Kühlung des Gesichtes fortgeführt.
Häufig wird der Eingriff von Dr. Braun und Dr. Lotter gemeinsam durchgeführt, was sich für Sie in kürzeren Operationszeiten, einem noch besseren Ergebnis und einer geringeren Ausfallzeit auszahlt.

Wichtige Informationen über Facelifting im Aesthetium Tübingen

  • Sie sollten tagsüber mit dem angehobenen Oberkörper liegen oder sitzen. Beim Schlafen empfiehlt sich in der ersten Woche nach dem Eingriff eine Oberkörperhochlagerung von 30 Grad.  Duschen ist normalerweise wieder ab dem 3.-5. Tag nach der Operation möglich.
  • Organisieren Sie jemanden, der Sie nach der Operation abholt und bei den alltäglichen Aufgaben wie Kochen, Einkaufen und Wäsche waschen unterstützt.
  • Kühlen Sie die operierte Region mit Kühlpads für einige Tage regelmäßig für 10 Minuten und machen Sie dazwischen längere Pausen.
  • Nießen, Schnäuzen, Pressen, Husten und Bücken sollte bis zum Abklingen der Schwellung vermieden werden.
  • Denken Sie daran, dass es einfacher ist, Schmerzen zu vermeiden, als sie zu behandeln, wenn sie sich bereits entwickelt haben. Ruhen Sie sich einige Tage nach der Operation aus, schonen Sie sich körperlich und halten Sie die operierte Region erhöht, am besten über dem Niveau Ihres Herzens, um die Schwellung zu kontrollieren.
  • Halten Sie den Verband sauber und trocken, um die Wundheilung zu fördern.
  • Die Fäden werden üblicherweise nach 7-10 Tagen gezogen.
  • Wundkontrollen erfolgen in regelmäßiger Abfolge nach der Operation, zunächst täglich im Rahmen des 1 bis 2-tägigen stationären Aufenthaltes, im Weiteren normalerweise 5-7 Tage, 12-14 und 21-24 Tage nach der Operation.
  • Weitere Kontrollen erfolgen nach 6 Wochen sowie nach 3, 6 und 12 Monaten nach der Operation.
  • In den ersten Tagen empfiehlt sich eher flüssige bis breiige Kostaufnahme.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke.
  • Wenn Sie rauchen, sollten Sie dies mindestens 6 Wochen vor der Operation aufgeben oder deutlich reduzieren, um Ihre Operationsrisiken zu reduzieren und Ihre Regeneration und das postoperative Ergebnis zu verbessern.
  • Sportliche Betätigung, Sauna, Sonnenbaden, starkes Schwitzen und das Heben schwerer Lasten sollten für 6 Wochen absolut vermieden werden.
  • Narbenpflege (Narbenmassage, Taping zur Entlastung der Narbe, Sonnenschutz und Narbenpflaster) ab der 3. postoperativen Woche verhilft zu unscheinbaren Narben.
  • Konsequenter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor 50+) für mindestens 6 Monate bis zum Abblassen der Narben, um eine Verfärbung der Narben zu vermeiden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat.
  • Vereinbaren Sie Ihre Nachuntersuchungstermine mit Ihrem Plastischen Chirurgen, wie empfohlen und halten Sie bitte die vereinbarten Termine ein.
  • Weitere Informationen sind in unserem Flyer „Informationen rund um eine ästhetische Operation“ zusammengefasst.

Welche Risiken gibt es bei dieser Operation?

Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken des Facelifts/der Gesichtsstraffung überschaubar. Es können unter Umständen jedoch folgende Komplikationen auftreten:

  • Selten kommt es zu Schwellungen, Nachblutungen, größeren Blutergüssen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet.
  • Selten kommt es zu einer Bildung von überschießendem Narbengewebe, weshalb eine sorgfältige Narbenpflege mit Massieren der Wundregion erfolgen sollte.
  • Sehr selten besteht eine geringe Asymmetrie zwischen beiden Seiten, die ggf. korrigiert werden kann.
  • Wie bei jedem ästhetisch motiviertem Eingriff besteht das Risiko, dass der Eingriff nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, so dass in der Folge ein Korrektureingriff helfen kann.
  • Darüber hinaus bestehen die üblichen allgemeinen operativen Risiken.

Gibt es eine Garantie, dass das operierte Gesicht dauerhaft straff bleibt?

Je nach Hautbeschaffenheit und insbesondere bei größeren Gewichtsschwankungen und Rauchen kann sich das Gesicht im Lauf der Zeit weiter verändern. Gelegentlich ist es sinnvoll, dann eine erneute Gesichtsstraffung durchzuführen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sich durch eine Gesichtsstraffung das Rad der Zeit, also der natürliche Alterungsprozess, langsamer dreht und das Ergebnis für 8-15 Jahre Bestand hat. Kommt es jedoch erneut zu einer Erschlaffung der Gesichtshaut, kann die Operation im Aestheticum Tübingen nach ausreichender Abwägung erneut erfolgen.

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