Eigenfetttransplantation (Lipofilling) - Aestheticum

Eigenfetttransplantation (Lipofilling)

Die Fettabsaugung (Liposuktion) wird in der Plastischen Chirurgie seit Mitte der 1970er Jahre angewandt, um die Körperform insbesondere an Stellen vermehrter Fettpolsterbildung zu harmonisieren.
1893 beschrieb Gustav Neuber erstmals die Eigenfetttransplantation. Jedoch erst zur Jahrtausendwende kamen standardisierte und auf Grundlagenforschung basierende Verfahren zur Anwendung, namentlich durch Khouri, Coleman und Spear in den USA und Italien. Mit dem Lipofilling steht ein modernes Werkzeug zur dauerhaften Volumenwiederherstellung und Minderung von Volumenmangel am Körper zur Verfügung. Durch dieses Verfahren ist es möglich, Fettgewebe aus Körperteilen wie den Oberschenkeln, dem Bauch oder auch von jeder anderen Stelle des Körpers mit Fettgewebsüberschuss zu gewinnen, um es nach Filtration oder Zentrifugation in andere Teile des Körpers zu verpflanzen, in denen mehr Volumen und Füllung gewünscht sind. Von dem transplantierten Fettgewebe wächst jedoch nur ein Anteil von ca. 70% an, weswegen häufig zwei Eingriffe benötigt werden. Abstoßungsreaktionen auf das transplantierte Gewebe gibt es nicht, da es sich um körpereigenes Gewebe handelt. Klassische Körperstellen für Eigenfetttransplantation sind die Brüste, das Gesäß, Gesichtspartien und Narbeneinziehungen.

Fakten zur Eigenfetttransplantation (Lipofilling)

NameEigenfetttransplantation / Lipofilling
Behandlungsdauer45 bis 120 Minuten je nach Körperregion und Menge
NarkoseartLokalanästhesie oder auch Vollnarkose
Klinikaufenthaltambulant / stationär
Gesellschaftsfähig5-14 Tage
Belastbar ab6 Wochen
Arbeitsunfähigkeit1-2 Wochen je nach Beruf
NachbehandlungVermeidung von Druck über der transplantierten Region und Tragen eines Mieders für 6 Wochen über der abgesaugten Region, Fadenzug 6-10 Tage, Narbenpflege
Kostenca. 2.000-8.000 € abhängig vom Aufwand

Für wen ist eine Eigenfetttransplantation sinnvoll und möglich?

Wünschen Sie die Vergrößerung einer Körperpartie beziehungsweise Auffüllung einer Einziehung wie Narben oder Falten, ist die Eigenfetttransplantation nach Beachtung der Vor- und Nachteile sowie der Machbarkeit häufig die geeignete Methode. Zudem können unerwünschte Fettdepots im Rahmen der Fettgewinnung durch Fettabsaugung verbessert werden. Um eine sinnvolle Therapie anbieten zu können, müssen jedoch kleinere Fettpolster vorhanden sein. Bei einem Körperfettanteil von unter 15% ist die Behandlung kaum durchzuführen, da es schwierig ist, entsprechende Mengen an Fettgewebe zu gewinnen. Außerdem sollten Sie 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Behandlung den Nikotinkonsum komplett einstellen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Jede Zigarette stört die Mikrozirkulation des Blutes, die sehr wichtig für eine optimale Einheilung ist. Kann eine Nikotinkarenz nicht eingehalten werden, sollte man den Eingriff nicht durchführen. Eine Eigenfettbehandlung ist nahezu an jeder Körperregion möglich.

Das Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen

Zu Beginn jeder möglichen Therapie steht ein ausführliches Beratungsgespräch im Aestheticum Tübingen verbunden mit einer genauen Untersuchung, bei der Sie die Gelegenheit erhalten, Ihre Fragen umfassend zu klären. Wir führen eine Fotodokumentation zur gemeinsamen Analyse der Volumendefizite durch und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen strukturierten Behandlungsplan, wobei wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Vorstellungen einbeziehen. Zudem werden die Ärzte Dr. Braun und Dr. Lotter auf alle wichtigen Details, Möglichkeiten, Risiken und Alternativen der Behandlung mit Eigenfett in Ihrer persönlichen Situation eingehen. Sind Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Aestheticum Tübingen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Behandlung mit Eigenfett für Sie die gewünschte und richtige Therapie darstellt, folgen eine ausführliche Aufklärung und die weitere Planung.

Welche Vorbereitungen müssen erfolgen?

  • Weiteres Vorbereitungsgespräch vor der Operation
  • Körperliche Untersuchung und Ausmessung der Körperumfänge
  • Erfassung des Gesundheitszustandes, der Vorerkrankungen und Einschätzung möglicher Risikofaktoren
  • Abschätzung des Ausmaßes des zu transplantierenden Gewebes
  • OP-Planung und eine sehr ausführliche Aufklärung
  • Fotodokumentation
  • Gespräch und Aufklärung durch den Narkosearzt, die -ärztin
  • Anpassung eines Kompressionsmieders für die abzusaugende Körperregion im Sanitätshaus
  • Durchführung von Blutentnahme und EKG-Untersuchung über Ihren Hausarzt
  • Gegebenenfalls Abschluss einer Folgekostenversicherung

Wie läuft eine Eigenfetttransplantation im Aestheticum Tübingen ab?

Die Eigenfetttransplantation dauert in der Regel je nach Körperregion zwischen 45 bis 90 Minuten. Je nach Größe, Art und Dauer des Eingriffes kann dieser ambulant oder stationär sowie in Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt werden. Durch die Ärzte Dr. med. Braun und Dr. med. Lotter wird das Fettgewebe mit einer langen hohlen Nadel über kleine Hautschnitte schonend entfernt, durch moderne Verfahren aufgearbeitet und in die vorgesehenen Regionen injiziert. Mit der bahnbrechenden Methode der wasserstrahlassistierten Liposuktion mittels des Body-Jet Gerätes haben wir im Aestheticum Tübingen ein hochmodernes Verfahren zur Eigenfettbehandlung zur Auswahl. Besonders einfach ist hiermit die Transplantation von besonders großvolumigen Mengen. Um die Fettzellen möglichst fein aufzubereiten, kommen bei uns verschiedenste Verfahren, u.a. auch zur Herstellung von Nanofett (besonders dünnflüssig aufbereitetes Fett) zur Anwendung. Während der Operation überprüft das Tübinger Operationsteam ständig die Symmetrie, denn häufig wird der Eingriff von Dr. Braun und Dr. Lotter gemeinsam durchgeführt, was für Sie eine kürzere Operationszeit, ein noch besseres und sicheres Ergebnis und eine geringere Ausfallzeit bedeutet. Nach der Operation sollte körperliche Ruhe eingehalten und Druck auf das Operationsgebiet vermieden werden.

Wichtige Informationen über die Eigenfetttransplantation im Aestheticum Tübingen

  • Duschen ist normalerweise wieder ab dem 2. Tag nach der Operation möglich.
  • Organisieren Sie jemanden, der Sie nach der Operation abholt und bei den alltäglichen Aufgaben wie Kochen, Einkaufen und Wäsche waschen unterstützt.
  • Vermeiden Sie Druck oder Kälte über der behandelten Körperregion für 6 Wochen.
  • Wir empfehlen eine kohlenhydratreichen Kost, um ideale Voraussetzungen für das Einwachsen der transplantierten Fettzellen zu gewährleisten.
  • Ein für Sie angepasstes Kompressionsmieder sollte für mindestens 6 Wochen Tag und Nacht über der abgesaugten Region getragen werden.
  • Denken Sie daran, dass es einfacher ist, Schmerzen zu vermeiden, als sie zu behandeln, wenn sie sich bereits entwickelt haben. Ruhen Sie sich einige Tage nach der Operation aus, schonen Sie sich körperlich und halten Sie die operierte Region erhöht, am besten über dem Niveau Ihres Herzens, um die Schwellung zu kontrollieren.
  • Halten Sie den Verband sauber und trocken, um die Wundheilung zu fördern.
  • Die Fäden werden üblicherweise nach 6-10 Tagen gezogen.
  • Wundkontrollen erfolgen zunächst 1 bis 2 Tage, im Weiteren normalerweise nach 5-7, 10-14 und 21-24 Tagen nach der Operation.
  • Weitere Kontrollen erfolgen nach 6 Wochen sowie nach 3, 6 und 12 Monaten nach der Operation.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie viel alkoholfreie und koffeinfreie Getränke.
  • Wenn Sie rauchen, sollten Sie dies mindestens 6 Wochen vor der Operation und 6 Wochen nach der Operation aufgeben, um Ihre Operationsrisiken zu reduzieren und Ihre Regeneration und das postoperative Ergebnis zu verbessern.
  • Sportliche Betätigung, Sauna, Sonnenbaden, starkes Schwitzen und das Heben schwerer Lasten sollten für 6 Wochen absolut vermieden werden.
  • Narbenpflege (Narbenmassage, Sonnenschutz und Narbensalben) ab der 3. postoperativen Woche verhilft zu unscheinbaren Narben.
  • Konsequenter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor 50+)sollte für mindestens 6 Monate bis zum Abblassen der Narben berücksichtigt werden, um eine Verfärbung der Narben zu vermeiden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat.
  • Vereinbaren Sie Ihre Nachuntersuchungstermine mit Ihrem Plastischen Chirurgen wie empfohlen und halten Sie bitte die vereinbarten Termine ein.
  • Weitere Informationen sind in unserem Flyer „Informationen rund um eine ästhetische Operation“ zusammengefasst.

Welche Risiken gibt es bei einer Eigenfetttransplantation (Lipofilling)?

Generell handelt es sich um einen sicheren Eingriff mit überschaubarer Ausfallzeit und geringen Beschwerden. In der Hand eines versierten Facharztes sind die Risiken einer Eigenfetttransplantation überschaubar. Es können unter Umständen jedoch folgende Komplikationen auftreten:

  • Selten kann es zu Schwellungen, Nachblutungen, größeren Blutergüssen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet kommen.
  • Selten kann es zu einer Bildung von überschießendem Narbengewebe kommen, weshalb eine sorgfältige Narbenpflege mit Massieren der Wundregion erfolgen sollte.
  • Selten kann das Gefühl in der abgesaugten und/oder transplantierten Körperregion etwas herabgesetzt sein, was sich jedoch im weiteren Behandlungsverlauf üblicherweise normalisiert.
  • Sehr selten besteht eine kleine Asymmetrie zwischen beiden Seiten, die ggf. korrigiert werden kann.
  • Sehr selten kann es zu vorübergehenden Hautverfärbungen und Knötchenbildungen sowie unregelmäßiger Oberflächenkontur mit Dellenbildung und Einziehung der Haut kommen.
  • Wie bei jedem ästhetisch motiviertem Eingriff besteht das Risiko, dass dieser nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, so dass in der Folge ein Korrektureingriff helfen kann.
  • Darüber hinaus bestehen die üblichen allgemeinen Risiken einer Operation.

Gibt es eine Garantie, dass das Ergebnis nach Eigenfetttransplantation dauerhaft hält?

Normalerweise kann davon ausgegangen werden, dass eine Eigenfetttransplantation zu einem nachhaltigen Ergebnis führt. Etwa 70% der Fettzellen nach Fettgewebstransfer wachsen ein und verbleiben somit dauerhaft in der transplantierten Körperregion. Wenn Sie o.g. Maßnahmen nach dem Eingriff beachten, können Sie das Einwachsen optimieren und das Endergebnis somit positiv beeinflussen. Im Rahmen späterer Gewichtsveränderungen (Zu- und Abnahme) kann sich die behandelte Körperregion genauso wie Ihr übriger Körper verändern, d.h. die Fettzellen durchlaufen eine Volumenzunahme bzw. -abnahme. Sollte ein solcher Fall eintreten, kann die Operation im Aestheticum Tübingen nach ausreichender Abwägung erneut erfolgen.

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